Rettungsschwimmen

Joshua Perling aus Halle räumt bei der WM ab

Warendorf/Halle - Bei der Weltmeisterschaft der Rettungsschwimmer war Joshua Perling einer der erfolgreichsten Athleten.

Von Fabian Wölfling 21.09.2016, 06:58

Joshua Perling muss nicht lange überlegen, worauf sein Erfolg beruht: „Auf jeden Fall waren die zwei Jahre in der Sportfördergruppe der Bundeswehr entscheidend“, übermittelt der hallesche Rettungsschwimmer telefonisch aus dem westfälischen Warendorf. Am dortigen Bundesstützpunkt der Rettungsschwimmer kann sich Perling seit 2014 voll auf seinen Sport konzentrieren. „Und ich habe hier auch noch beste Bedingungen. Schwimmhalle, Kraftraum, alles ist nah beieinander“, berichtet Perling.

Diese besten Bedingungen, gepaart mit dem ungestörten Fokus auf den Sport haben sich nun in Form eines überraschend großen Medaillenregens ausgezahlt. Bei der am Wochenende zu Ende gegangenen Weltmeisterschaft der Rettungsschwimmer in den Niederlanden war der 20-jährige Perling einer der erfolgreichsten Athleten.

Zweimal wurde der Sportler der DLRG Halle-Saalekreis Weltmeister: Einmal als Teil einer deutschen Männerstaffel, einmal als Teil der Vereinsstaffel der DLRG Halle-Saalkreis gemeinsam mit Fabian Thorwesten, Fabian Ende und Adrian Flügel. Zur Erklärung: Die Titelkämpfe wurden sowohl in einer Nationen-, wie auch einer Vereinswertung ausgetragen. Neben seinen beiden goldenen gewann Perling auch noch drei silberne und eine bronzene Medaille. Eine Ausbeute, mit der Perling vorher nicht gerade gerechnet hatte: „Selbstverständlich bin ich überrascht, die Konkurrenz bei einer Weltmeisterschaft ist riesig“, meint er.

Nicht ganz so viele Medaillen wie Vereinskollege Perling gewann Jessica Luster, eine silberne und zwei bronzene brachte sie mit nach Halle. Trainer Friedrich hob ihre Leistung neben der von Perling trotzdem in den höchsten Tönen hervor: „Sie hatte sehr viele Starts, die Belastung war immens. Sie hat zwar nicht so viele Medaillen gewonnen, aber viele vordere Plätze erreicht, dabei auch noch nationale Rekorde aufgestellt. Das war unheimlich viel wert.“

Unheimlich viel wert für die Gesamtwertung. Im Gegensatz zu den Olympischen Spielen zählen bei der WM der Rettungsschwimmer nämlich auch die Plätze hinter dem Podium. Bis zum 16. Rang gibt es Punkte. Die werden am Ende addiert und ergeben so eine Gesamtwertung. In der Nationenwertung wurde Deutschland Vierter. In der Vereinswertung belegten die Sportler der DLRG Halle-Saalekreis ebenfalls den vierten Platz.

„Das ist absolut als Erfolg zu werten“, betont Friedrich. Bei den Nationen habe man sich im Vergleich zur letzten Weltmeisterschaft um einen Platz gesteigert. In der Vereinswertung wurde die DLRG zwar bei der letzten WM noch Dritter, „aber wir hatten im letzten Jahr einen Umbruch, waren mit einer sehr jungen Mannschaft am Start“, so Friedrich. Joshua Perling war da mit seinen 20 Jahren sogar noch einer der Älteren. „Mit Platz vier brauchen wir uns als junges Team daher überhaupt nicht zu verstecken“, meint er.

(mz)