Kurztrip in die Zukunft

IT-Experten laden zur virtuellen Reise vom MMZ über die Saline zum Planetarium ein

Von Katja Pausch 18.10.2021, 10:00
Preview im MMZ: Im Rahmen des  kulturellen Themenjahres ist auch ein Video mit einem virtuellen Flug von der Saline zum Holzplatz entstanden.
Preview im MMZ: Im Rahmen des kulturellen Themenjahres ist auch ein Video mit einem virtuellen Flug von der Saline zum Holzplatz entstanden. Fotos: Silvio Kison

Halle (Saale)/MZ - Wer hat nicht schon einmal den Traum vom Fliegen geträumt? Und wer würde es sich nicht wünschen, einen Blick in die Zukunft zu werfen? Dann bitte jetzt einsteigen - oder besser: einschalten! Denn ein Flug in eine (wenn auch recht nahe) Zukunft ist jetzt dank eines Videoprojekts eines IT-Expertenteams des halleschen Unternehmens Gisa zu erleben.

3D-Projekt wurde gemeinsam mit Salinemuseum und Planetarium Halle umgesetzt

Der kurze, aber beeindruckende Clip ist im Rahmenprogramm des kulturellen Themenjahres „Halexa - siede Salz! Herkunft trifft Zukunft“ der Stadt Halle entstanden und verbindet wie das Themenjahr-Motto nicht nur Vergangenheit und Kommendes, sondern macht vor allem neugierig. „Vom Salz bis zu den Sternen“, so der Titel des Clips, reicht der virtuelle Flug, den das siebenköpfige Team um Norman Klammer und Hanna Zerjeski - beide sind in leitenden Abteilungen des IT-Unternehmens beschäftigt - eigens für das Themenjahr produziert hat.

Gemeinsam mit dem Salinemuseum und dem Planetarium Halle wurde das 3D-Projekt umgesetzt. „Unser Gisa Virtual Flight lädt zu einem virtuellen Rundflug über die Saale zur Saline hin zum neuen Planetarium ein und zeigt das kulturelle Erbe der Stadt aus einer ganz neuen Perspektive“, so Gisa-Geschäftsführer Heino Feige bei der Präsentation des Clips im Multimediazentrum (MMZ), das ebenfalls an der Entstehung des Films mitgewirkt hat und unter anderem den Sound verantwortet.

Ausschnitt aus dem Virtual Flight „Vom Salz bis zu den Sternen“
Ausschnitt aus dem Virtual Flight „Vom Salz bis zu den Sternen“
Silvio Kison

Besucher können sich virtuell das Innere des Planetariums anschauen

„Es ist toll, zu sehen, wie die verschiedenen, auf Zukunft gerichteten Unternehmen - also Saline, das MMZ, die Gisa und das Planetarium - an einem Projekt zusammenarbeiten“, sagte Halles Kulturbeigeordnete Judith Marquardt, die sich ebenso wie Hallore Steffen Kohlert, Vorsteher der Salzwirker-Brüderschaft im Thale zu Halle und einer der Intendanten des Themenjahres, Salinemuseums-Chef Ingo Beljan und der Leiter des halleschen Planetariums, René Schlesinger, begeistert über das Ergebnis zeigte.

Neugier weckt der Clip vor allem mit einer virtuellen Innenansicht des Planetariums, in das der virtuelle Flug vom ebenfalls im Bau befindlichen Salinemuseum zum Holzplatz führend einen Einblick erlaubt. So können sich künftige Planetariumsbesucher unter anderem auf rote Polstersitze, einen Aufzug für einen barrierefreien Besuch und eine künstlerische Gestaltung des Foyerbereiches freuen. „Aufgrund von etlichen Geodaten, die über das Landesamt für Vermessung offen verfügbar sind, sowie zahlreichen Fotos und bereits vorhandenen 3D-Modellen haben wir die einzelnen Gebäude und das komplette Areal, das überflogen wird, in 3D erstellt“, so Hanna Zerjeski, Geodaten-Expertin bei der Gisa.

„Wir machen hier das Innere des Planetariums sichtbar, bevor es tatsächlich da ist“

Dank dieser Geoinformationen, verknüpft mit der Technik der 3D-Modellierung und Elementen einer Gaming Engine, bekannt aus Videospielen, wird ein Blick in die noch im Umbau befindlichen Kulturstätten des Salinemuseums und des neuen Planetariums möglich.

„Wir machen hier das Innere des Planetariums sichtbar, bevor es tatsächlich da ist“, so Gisa-Manager Heino Feige. Die technischen Möglichkeiten indes seien riesig: „Unser Blick aufs Planetarium ist nur einer von vielen möglichen“, so Feige. So könnten dank weiterer Videos Gäste künftig zum Beispiel ihren Besuch im Planetarium planen - mit allem, was dazu gehört.