Spendensammlung und Petition

Hilfe nach tödlichem Unfall auf Magistrale in Halle-Neustadt

Von Denny Kleindienst
Am Dienstagmorgen ist es auf der Magsitrale in Halle zu einem tödlichen Unfall gekommen.
Am Dienstagmorgen ist es auf der Magsitrale in Halle zu einem tödlichen Unfall gekommen. Foto: Marvin Matzulla

Halle (Saale)/MZ - Der tödliche Unfall einer 39-jährigen Frau auf der Magistrale am Dienstagmorgen hat für große Bestürzung gesorgt. Unzählige Beileidsbekundungen tauchten daraufhin in sozialen Netzwerken auf. Die Autofahrerin war zwischen dem Zollrain und der Hallorenstraße von der Fahrbahn abgekommen und gegen eine Straßenbahn geprallt. Sie wurde so schwer verletzt, dass sie kurz nach dem Unfall verstarb.

Bei Beileidsbekundungen allein blieb es aber nicht. So werden inzwischen Spenden gesammelt für die Familie der tödlich verunglückten Frau, die Mutter von zwei Kindern war und bei einem Pflegedienst gearbeitet hat. Das Ziel der Spendenaktion, die über den Bezahldienst Paypal läuft, ist mit einer Summe von 6.000 Euro angegeben, die längst erreicht wurde. Bis Freitag waren bereits Spenden in Höhe von mehr als 16.000 Euro eingegangen.

Mitarbeiter eines anderen halleschen Pflegedienstes, der Gaudian Pflegegruppe GmbH, haben sich kurz nach dem tragischen Vorfall an TV Halle gewendet, mit der Bitte, einige Zeilen zu dem Unglück zu veröffentlichen, was der Sender auch getan hat. Darin erklären die Pflegerinnen und Pfleger, sie seien „bedrückt von der Situation“ und davon, „was einer Kollegin eines Pflegedienstes passiert ist“. Um darüber hinaus ein Zeichen zu setzen, kündigten auch die Mitarbeiter an, den Angehörigen 500 Euro zu spenden. „Tausend Worte können den Schmerz nicht nehmen, aber wir können ihnen beistehen und ein kleines Stück der Unterstützung geben“, schreiben sie - und rufen zugleich andere dazu auf, ebenfalls zu spenden.

Auf der Internetseite www.change.org wurde indes eine Online-Petition gestartet, deren Initiatorin auf den tödlichen Unfall verweist. Gefordert werden bei der Petition: „Sperren an der Fußgängerampel Magistrale in Halle (Saale) für Autos.“ Bis Freitag hatten 490 Personen unterschrieben. Halles Polizeisprecher Thomas Müller hat bereits am Dienstag mitgeteilt: „In der Öffentlichkeit ist immer wieder die Rede davon, dass es sich an dieser Stelle um einen gefährlichen Straßenabschnitt handelt. Die Zahlen sagen aber etwas anderes. Dort häufen sich Unfälle nicht.“ Neue polizeiliche Erkenntnisse zur Unfallursache gab die Polizei am Freitag nicht bekannt.

---> Hier geht es zur Spendenaktion <---