HFC gegen RB Leipzig

HFC gegen RB Leipzig: Steinewerfer verletzen drei Polizisten

Halle//MZ - Es hätte so schön sein können - ein Fußballfest zur Eröffnung der Drittliga-Saison beim HFC. Und im Stadion war es das auch. Gut 14 000 Zuschauer verfolgten das Spiel HFC gegen RB Leipzig, das von etwa 500 Polizisten abgesichert wurde. Einziges Manko für die Hallenser - das Spiel ging 0:1 verloren. Doch das ist es nicht, was im Nachhinein nun für Ärger ...

Von heidi jürgens

Es hätte so schön sein können - ein Fußballfest zur Eröffnung der Drittliga-Saison beim HFC. Und im Stadion war es das auch. Gut 14 000 Zuschauer verfolgten das Spiel HFC gegen RB Leipzig, das von etwa 500 Polizisten abgesichert wurde. Einziges Manko für die Hallenser - das Spiel ging 0:1 verloren. Doch das ist es nicht, was im Nachhinein nun für Ärger sorgt.

Im Zusammenhang mit Fußballspielen des HFC hat es auch in der zurückliegenden Saison Ausschreitungen außerhalb des Stadions gegeben. So verzeichnete die Polizei erst im April nach dem Spiel gegen Osnabrück mehrere Verletzte und Sachbeschädigungen. Im Umfeld des Sportparks waren Böller gezündet und Polizisten mit Steinen und Gehwegplatten beworfen worden.

Das ist vielmehr die Randale, die es nach dem Spiel außerhalb des Stadions gab. Steine, Flaschen, Zauns-latten und zerstörte Gehwegplatten sind auf Polizisten geschleudert worden. Die wollten verhindern, dass die Angreifer aus Halle auf Anhänger der Leipziger Mannschaft losgehen. Drei Beamte sind dabei verletzt worden - sie erlitten nach Angaben von Polizeisprecher Ralf Karlstedt hauptsächlich Hämatome.

Sachschaden ist zudem an mehreren Polizeifahrzeugen entstanden, zur Höhe der Schadenssumme lagen gestern noch keine Angaben vor. Zielscheibe von Angreifern war aber auch der Mannschaftsbus des Leipziger Teams. „Der wurde aus Richtung des halleschen Fan-Hauses an der Ecke Kantstraße mit Bierflaschen beworfen“, so Karlstedt. Die Zahl der Chaoten, die in Gruppen in der Straße der Republik, der Kantstraße und der Hafenbahnstraße randalierten, schätzt er auf etwa 50 bis 100 - genau könne das nicht beziffert werden. Drei von ihnen wurden festgenommen, später aber wieder auf freien Fuß gesetzt, weil es laut Karlstedt keine ausreichenden Haftgründe gab. Mittlerweile wird gegen 15 Personen wegen Körperverletzung, gefährlicher Körperverletzung, Landfriedensbruchs beziehungsweise Sachbeschädigung ermittelt.

Sowohl der Polizeisprecher als auch HFC-Präsident Michael Schädlich sehen in den Randalierern nicht die Fußball-Fans, die teilweise auch in verschiedenen Projekten betreut werden. „Das sind Kriminelle, die Aufmerksamkeit wollen und die dem Image der Stadt und dem des HFC gleichermaßen schaden“, sagte Schädlich, der die Randale aufs Schärfste verurteilt. Allerdings verweist er auch darauf, dass man nicht vergessen sollte: „Im Stadion waren 14 000 friedliche Zuschauer.“ Im Blick darauf seien die Randalierer eine verschwindende Minderheit, die versucht habe, das Spiel als Deckmantel für ihre Aktionen zu nutzen.

Für den HFC wird die Randale seiner Meinung nach keine Auswirkungen haben. Der Klub sei verantwortlich für das, was im Stadion passiert - draußen sei die Polizei zuständig. Schädlich hofft, dass die Täter identifiziert werden. Wenn klar sei, wer es war, würden auch Stadionverbote verhängt werden, kündigte der Präsident gestern an.