Hafen in Halle-Trotha

Hafen in Halle-Trotha: Widerstand gegen Gefahrenstoffe

Halle (Saale) - Gegen das geplante Zwischenlager für gefährliche Abfälle im Hafen in Trotha regt sich weiter Widerstand. Zwei Widersprüche liegen gegen die Genehmigung beim Landesverwaltungsamt vor. Dies bestätigte Sprecherin Denise Vopel gegenüber der MZ. Ein Widerspruch stammt von der Bürgerinitiative „Für Halle“, die sich ursprünglich gegen den Bau einer Reifenverwertungs-Anlage im Hafen gegründet ...

02.06.2016, 08:30

Gegen das geplante Zwischenlager für gefährliche Abfälle im Hafen in Trotha regt sich weiter Widerstand. Zwei Widersprüche liegen gegen die Genehmigung beim Landesverwaltungsamt vor. Dies bestätigte Sprecherin Denise Vopel gegenüber der MZ. Ein Widerspruch stammt von der Bürgerinitiative „Für Halle“, die sich ursprünglich gegen den Bau einer Reifenverwertungs-Anlage im Hafen gegründet hatte.

Am 7. Juni um 10 Uhr wird dazu in der Händelhalle ein öffentlicher Erörterungstermin stattfinden. Dort werden die Verantwortlichen der Hafengesellschaft direkt zu den Widersprüchen Stellung nehmen.

Maximal sechs Tage Zwischenlagerung

Der Hafen Halle hatte im November des vergangenen Jahres den Antrag auf Genehmigung des Zwischenlagers für gefährliche Abfälle gestellt. Geplant ist, dass dort maximal 3.000 Tonnen in Containern lagern dürfen. „Die Zwischenlagerfläche ist nur nötig, da ein direkter Umschlag von Zug auf Lkw innerhalb von 24 Stunden nicht immer logistisch umsetzbar ist“, sagte Iris Rudolph, Sprecherin der Stadtwerke. Maximal könnten die Abfälle sechs Tage auf der dafür vorgesehen Fläche untergebracht werden. Zum Schutz der Container sei Wachschutz vor Ort sowie Kameras angebracht. Zudem gebe es einen mit der Feuerwehr und den Behörden abgestimmten Alarm- und Gefahrenabwehrplan.

Die Anwohner befürchten dagegen, dass bei einem Hochwasser Gifte in die Saale gelangen könnten. Hinzu käme mehr Lärm durch den An- und Abtransport zusätzlicher Container. (mz/jop)