„Gute Vorsätze“ für Halle

„Gute Vorsätze“ für Halle: Bürgerstiftung kann durch Spenden sieben Projekte umsetzen

Halle (Saale) - Mit Hilfe von Sponsoren kann die Bürgerstiftung sieben Projekte umsetzen, die unter dem Motto „Gute Vorsätze“ dem Bürgern der Stadt Halle zugute kommen. „Wir hatten mehr Bewerbungen und mussten eine Auswahl treffen“, so Ulrike Rühlmann von der Bürgerstiftung. Sponsoren hatten insgesamt 2.330 Euro zur Verfügung ...

Von Silvia Zöller

Mit Hilfe von Sponsoren kann die Bürgerstiftung sieben Projekte umsetzen, die unter dem Motto „Gute Vorsätze“ dem Bürgern der Stadt Halle zugute kommen. „Wir hatten mehr Bewerbungen und mussten eine Auswahl treffen“, so Ulrike Rühlmann von der Bürgerstiftung. Sponsoren hatten insgesamt 2.330 Euro zur Verfügung gestellt.

Ein Stall für Minischweine

Gefördert werden unter anderem mit 500 Euro ein Projekt des Vereins „Bunte Flora“, der am  August-Bebel-Platz bereits im vergangenen Jahr eine Blühwiese angelegt hat. Um Bienen, Schmetterlingen und anderen Insekten eine Nahrungsquelle zu bieten, wird der Verein den aktuellen Pflanzenbestand mit neuem Saatgut erhalten und außerdem mehrjährige Stauden und Frühblüher pflanzen.

Die Finanzierung eines Stalls fördert die Bürgerstiftung für den Verein „Eierlegende Wollmilchsau“, der am Galgenberg Hühner und Enten hält. Weitere Tiere kommen in diesem Jahr dazu, beispielsweise zwei Minischweine. Neben diesem Bauprojekt sind Kurse für Kinder und Jugendliche geplant, die die Themen Umwelt und Soziales miteinander verbinden. Die Bürgerstiftung unterstützt dies  mit 300 Euro.

Begegnungsstätte „Labyrinth“ erhält Gemeinschaftsgarten in der Heinrich-Franck-Straße

Ebenfalls 300 Euro erhält auch der Verein „congrav new sports“ für die Erneuerung und Verbesserung des Skateparks am Galgenberg. Weiter hat auch die „Initiative Blühwiese“ den Zuschlag dafür erhalten, eine zweite Blühwiese am Wasserturm anzupflanzen - eine erste ist am Rennbahnkreuz entstanden. Werbematerialien zur Öffentlichkeitsarbeit für den geplanten Nachbarschaftstreff „Durch-Einander“ in der Hermannstraße in der nördlichen Innenstadt finanziert die Bürgerstiftung ebenso wie auch die Sanierung der Vereinsräume der „Dautzscher Wohn Gemeinschaft“.

Unterstützung erhält auch die Begegnungsstätte „Labyrinth“ für einen Gemeinschaftsgarten in der Heinrich-Franck-Straße. Zusätzlich werden die guten Vorsätze, die im vergangenen Jahr pandemiebedingt nicht realisiert werden konnten, in diesem Jahr umgesetzt, informiert Ulrike Rühlmann.

Wunsch nach mehr Unterstützung für andere Projekte

Unter anderem musste die „Fashion Revolution Week“ abgesagt werden, die sich mit Aktionen gegen die systematische Ausbeutung in der Textilbranche und lebensgefährliche Arbeitsbedingungen  sowie für Einhaltung von Sozialstandards und Transparenz in Produktions- und Lieferketten einsetzen will. 

Dazu waren Veranstaltungen im ehemaligen Kaufhaus  in der Großen Ulrichstraße 13 geplant. Auch ein für 2020 geplanter Tanztee für Senioren aus dem Viertel  in der Neustädter Passage 13  soll in diesem Jahr nachgeholt werden. „Es wäre wünschenswert, wenn sich noch mehr Unterstützer für solche guten Ideen finden könnten“, sagt sie. Denn gerade für kleine Initiativen und Mikro-Projekte sei es gut, wenn sie  Finanzierungen ohne große Bürokratie erhalten können. (mz)