Auswärtsspiel in Osnabrück

Gisa Lions in Osnabrück: Hinspielerfolg soll Halles Basketballerinnen beflügeln

Halle (Saale) - Die Huster kommen am Freitag noch in schneller Folge. Immer wieder brechen die letzten Spuren ihrer Grippe aus Inken Henningsen heraus. „Aber ich konnte gestern wieder trainieren und fahre auf jeden Fall auch mit nach Osnabrück“, betont die Flügelspielerin der Gisa Lions vor der Auswärtspartie der Basketball-Bundesliga am Sonntag ...

Von Fabian Wölfling

Die Huster kommen am Freitag noch in schneller Folge. Immer wieder brechen die letzten Spuren ihrer Grippe aus Inken Henningsen heraus. „Aber ich konnte gestern wieder trainieren und fahre auf jeden Fall auch mit nach Osnabrück“, betont die Flügelspielerin der Gisa Lions vor der Auswärtspartie der Basketball-Bundesliga am Sonntag (16 Uhr).

Untätig aus der Ferne zuschauen kann und will die 26-Jährige auf keinen Fall. Nicht in dieser so schweren Situation für die Lions. Nach der vierten Niederlage in Folge sind die Hallenserinnen am vergangenen Wochenende hinter Heidelberg auf den elften Rang und damit den ersten Abstiegsplatz abgerutscht.

Sieg gegen Osnabrück war der bisher letzte für die Gisa Lions

Zu den sportlichen Problemen kommt die finanziell angespannte Lage. Der Etat für die laufende Saison ist noch nicht vollständig gedeckt. Sollte das Team tatsächlich den Klassenerhalt nicht schaffen, ist die Zukunft der Lions ungewiss.

„Für uns Spielerinnen ist das aber kein großes Thema“, betont Henningsen jedoch. „Wir bekommen unser Geld und müssen versuchen unsere Zielsetzung zu erfüllen.“ Das ist der Klassenerhalt.

Ein Erfolg in Osnabrück, Mitaufsteiger aus der zweiten Liga, würde bei diesem Vorhaben natürlich helfen. Im Hinspiel hatten sich die Lions gegen den momentan Tabellensechsten knapp mit 62:59 durchgesetzt, es war der bisher letzte Sieg in der Saison. „Es hilft schon, dass wir sie bereits schlagen konnten“, sagt Henningsen. Gerade nach der Pleitenserie zuletzt ist jeder Mutmacher für den Kopf wichtig.

Gisa Lions: Snezana Aleksic trägt Hoffnung

Ein Schlüssel zum Sieg, es wäre der erste Auswärtserfolg der Saison, wird es sein, dass die Lions Briana Rollerson, Osnabrücks überragende Center-Spielerin, ähnlich gut wie im Hinspiel in Schach halten können. Da kam die US-Amerikanerin auf neun Punkte. Deutlich weniger als ihre fast 15 Zähler im Saisonschnitt.

Im eigenen Offensivspiel liegt die Hoffnung der Lions auf Aufbauspielerin Snezana Aleksic. Die 31-jährige montenegrinische Nationalspielerin, erst am 16. Januar nachverpflichtet, hat die Woche genutzt, um ihre Spielerinnen und das System der Lions besser kennenzulernen. „Sie hat sich schnell integriert, da sieht man ihre Erfahrung“, sagt Henningsen. „Spielerisch kann sie uns auf jeden Fall besser machen.“ (mz)