Anekdoten und kleinen Geschichten

Gästeführer-Verein bietet Kurse für Touren auf höchstem Niveau

Von Silvia Zöller
 Gästeführerin Beate Krauße, hier am Göbelbrunnen, hat als erste bereits die drei Sterne als Zeichen für eine ganz besondere Fortbildung.
Gästeführerin Beate Krauße, hier am Göbelbrunnen, hat als erste bereits die drei Sterne als Zeichen für eine ganz besondere Fortbildung. (Foto: Silvio Kison)

Halle (Saale) - Es sind die Anekdoten und kleinen Geschichten am Rande, die eine Stadtführung so interessant machen. Aber eben nicht nur, ist sich Beate Krauße, Vorsitzende des Vereins Hallescher Gästeführer, sicher. „Mit Fortbildungen kann man besser werden, das kommt letztlich den Gästen zugute“, sagt sie. Deshalb bietet der Verein jetzt eine zertifizierte Ausbildung in Halle an, bei dem die Teilnehmer einen EU-weit einheitlichen Abschluss vor einer Kommission machen und dafür mit zwei oder sogar drei Sternen qualifiziert werden - und so zu den Besten ihres Fachs werden. Bislang konnte man in Halle über die Volkshochschule die Gästeführer-Grundausbildung mit einem Stern machen.

Neu ist an dieser Ausbildung, dass Pflichtseminare etwa zur Stimmbildung, zum Kommunikationstraining, zur politischen Bildung, Umweltschutz, Kunstgeschichte und Archäologie absolviert werden müssen. „Auch Erste Hilfe und Steuerrecht sind dabei“, sagt Beate Krauße. Gut zwei Jahre Zeit müssen die neun Teilnehmer investieren. Beate Krauße hat das Abzeichen mit den drei Sternen bereits seit 2016 als erste Gästeführerin in Halle. „Ich bin in verschiedene Städte gefahren, die diese Kurse angeboten haben. Es war sehr kompliziert“, berichtet sie. Genau deshalb habe der Verein nun ein Mitglied beauftragt, diese Ausbildung zu koordinieren und geprüfte Referenten nach Halle zu holen.

Damit kann Halle sicher auch im März 2022 glänzen, wenn die Saalestadt Gastgeber des Deutschen Gästeführertages ist, der aufgrund der Pandemie von 2021 auf das nächste Jahr verschoben wurde. Rund 300 Gästeführer aus ganz Deutschland, aber auch aus dem Ausland werden sich bei der Tagung unter dem Motto „In die Sterne schauen“ über Stadtrundgänge der Zukunft austauschen. Und natürlich Himmelsscheibe und Planetarium besuchen. (mz)