Fußball

Fußball: VfL 96 spielt Hauptrolle beim Kinderfest

Halle (Saale)/MZ. - Das gibt es auch nicht aller Tage, dass zum ersten Testspiel vor heimischem Publikum mit dazu klar festgelegten Favoriten- und Außenseiterrollen 972 Zuschauer kommen. Noch dazu an einem Tag, der abwechselnd mit heftigen Regengüssen und drückender Schwüle nur sehr bedingt fußballgeeignet war. Bei RB Leipzig gehen halt die Uhren etwas anders. Und hinzu kamen die Neugier nach dem Trainerwechsel von Peter Pacult zu Alexander Zorniger und das gleichzeitig angesetzte Kinderfest im Trainingszentrum am ...

Von GOTTFRIED SCHALOW

Das gibt es auch nicht aller Tage, dass zum ersten Testspiel vor heimischem Publikum mit dazu klar festgelegten Favoriten- und Außenseiterrollen 972 Zuschauer kommen. Noch dazu an einem Tag, der abwechselnd mit heftigen Regengüssen und drückender Schwüle nur sehr bedingt fußballgeeignet war. Bei RB Leipzig gehen halt die Uhren etwas anders. Und hinzu kamen die Neugier nach dem Trainerwechsel von Peter Pacult zu Alexander Zorniger und das gleichzeitig angesetzte Kinderfest im Trainingszentrum am Cottaweg.

Der VfL 96, der Oberligist aus Halle, spielte so unerwartet eine Hauptrolle und verkaufte sich achtbar. Die 0:2-Niederlage hielt sich in vertretbaren Grenzen.

"Natürlich haben wir weitgehend nur hinter drin gestanden. Aber das haben wir recht clever gelöst. Ich kann mit dem Ergebnis sehr gut leben", sagte VfL-Trainer Lars Holtmann. Er hatte noch wenige Stunden vor dem Spiel am Sonnabendvormittag eine Trainingseinheit angesetzt und dann am Cottaweg seine Mannschaft zur Pause auch noch fast komplett durchgewechselt.

Spielpraxis, Routine und eingeübte Passfolgen waren unter diesen Umständen also ganz gewiss nicht zu erwarten. Und dennoch hatte der VfL 96 sogar die erste Torchance im Spiel, Ricky Wittke scheiterte jedoch mit einem Schuss von der Strafraumgrenze am RB-Torwart Benjamin Bellot. In der 13. Minute dann Torchance Nummer zwei für den VfL 96, und diesmal sogar eine fast hundertprozentige. Nach einem Freistoß war Stefan Karau selbst am allermeisten davon überrascht, dass der Ball vom Pfosten zurücksprang und ihm genau vor die Füße fiel.

RB machte es in der Folge besser. Thiago Rockenbach bezwang fünf Minuten vor der Pause mit einem zwar tückischen aber auch nicht unhaltbar erscheinenden Flatterball VfL-Torwart Christian Bienko. Nur drei Minuten nach der Pause parierte dann der gerade eingewechselte VfL-Torwart Manuel-Kurt Kienitz zunächst einen Schuss von Patrick Koronkiewicz, war dann aber gegen den Nachschuss von Daniel Frahn machtlos.

Das war dann aber auch schon das letzte RB-Tor, der VfL 96 verteidigte bis zum Schluss aufopferungsvoll, sogar die Kondition hielt trotz der harten Trainingseinheiten der letzten Tage. Lars Holtmann: "Es ist natürlich noch viel zu früh, ein Urteil über die neu zusammengestellte Mannschaft zu fällen. Aber der Auftakt hat Mut gemacht." Den nächsten Test hat der VfL 96 am Sonnabend, 15 Uhr, zu Hause gegen Preussen Magdeburg.