Eine Almhütte für den Bergzoo

Eine Almhütte für den Bergzoo Halle (Saale): Auf dem Reilsberg wird eine moderne Gaststätte gebaut

Halle (Saale) - Der hallesche Architekt Guido Großmann hat vom Bergzoo den Auftrag bekommen, die neue Vorzeige-Gaststätte zu konzipieren.

Von Dirk Skrzypczak 15.08.2017, 15:27

Mit durchschnittlich 300.000 Gästen im Jahr ist Halles Bergzoo die besucherstärkste Freizeiteinrichtung der Stadt. Und um die Attraktivität weiter zu erhöhen, soll auf den Bergterrassen unweit der Voliere mit ihren weithin sichtbaren Bögen eine neue Gastronomie gebaut werden.

Rund zwei Millionen Euro will der Zoo aus eigener Kraft investieren. Noch in diesem Herbst soll der Abriss der vorhandenen Anlagen beginnen. Vor den Sommerferien 2018 ist bereits die Eröffnung geplant.

Bergzoo vergibt Auftrag an Architekten Guido Großmann

Der hallesche Architekt Guido Großmann hat vom Bergzoo den Auftrag bekommen, die neue Vorzeige-Gaststätte zu konzipieren. „Wir haben das Leitmotiv des Bergzoos weitergedacht“, sagt er der MZ. Das Ergebnis ist die moderne Interpretation einer Almhütte, angepasst an den mitteldeutschen Raum, mit einem massiven Unterbau aus wuchtigen, sichtbaren Steinen und einem Obergeschoss aus Holz und Glas.

Das Gebäude bekommt eine bedarfsgerechte Toilettenanlage, einen überdachten Essbereich mit mindestens 100 Sitzplätzen - alles natürlich barrierefrei erreichbar. Großmann, der auch in das große Zukunftsprojekt „Bergzoo 2031“ eingebunden ist, schwärmt von der Lage auf dem Reilsberg. „Vermutlich hat man aus dem Café einen der schönsten Ausblicke auf Halle.“

Bergzoo Halle: Gastronomie wird während Bauarbeiten aufrechterhalten

Während der Bauarbeiten an Halles erster, öffentlich nutzbarer Almhütte im Winterhalbjahr 2017/18 wird die Gastronomie aufrechterhalten, betont Tom Bernheim, Sprecher des Bergzoos. „Wir werden die Versorgung in der Bauphase auf den Bereich der Kolonnaden konzentrieren und mobile Einheiten auf dem Gelände vorhalten.“

Mit dem Neubau der Bergterrassen als zentralen Standort für die Zoogastronomie reagiert die städtische Tochtergesellschaft auf Kritiken und Wünsche der Besucher, die sich ein größeres Angebot bei der Versorgung wünschen. Seit dem 1. Januar 2016 wird die Gastronomie von der Reiche-Gruppe als Pächter betrieben. (mz)