Kommentar zu Grundstückspreisen in Halle

Die Stadt steckt in Zwickmühle

Dirk Skrzypczak sieht Halle gefordert, an den Preisen zu arbeiten.

Von Dirk Skrzypczak
Grundstückskauf
Grundstückskauf (Foto: dpa)

Halle (Saale) - Halle steckt in einer misslichen Lage und kann sich dafür zunächst bei der Landespolitik bedanken. Bei der kommunalen Gebietsreform 2007 mussten Landkreise zwar fusionieren, die kreisfreien Städte blieben allerdings außen vor. Und so muss Halle mit seiner beengten Fläche leben - ohne Expansionsmöglichkeiten in das Umland. Leipzig profitiert von diesen Chancen, Halle nicht. Und so ist es eine nahezu zwangsläufige Entwicklung, dass sich die Preise für den Wohnungsbau nach Angebot und Nachfrage richten.

Sind Grundstücke rar, schießen die Quadratmeterpreise in die Höhe. Die Frage ist, wo und wie Halle da ansetzen kann. Natürlich könnte die Stadt bei kommunalen Grundstücken die Preise subventionieren - allerdings ist Halle angesichts seiner Haushaltslage dazu verdammt, möglichst hohe Einnahmen zu generieren. Ein Teufelskreis. Alternativ könnte die Stadt tatsächlich mit Erbbaurecht arbeiten, um Kosten für Häuslebauer zu senken. Das hat in anderen Städten schon funktioniert.

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