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„Der Junge war nur online“ „Der Junge war nur online“ : Vater des mutmaßlichen Täters aus Halle spricht erstmals

Halle (Saale) - Der mutmaßliche Täter von Halle soll nach den Worten seines Vaters ein Eigenbrötler gewesen sein, der häufig vor dem Computer saß. Die „Bild“-Zeitung zitierte den Vater mit den Worten: „Er war weder mit sich noch mit der Welt im Reinen, gab immer allen anderen die Schuld.“ Der 27-Jährige habe kaum Freunde gehabt und stattdessen viel Zeit im Internet verbracht. „Der Junge war nur ...

10.10.2019, 12:07
Nach den Anschlägen in Halle: Polizisten sichern die Umgebung. 
Nach den Anschlägen in Halle: Polizisten sichern die Umgebung.  dpa-Zentralbild

Der mutmaßliche Täter von Halle soll nach den Worten seines Vaters ein Eigenbrötler gewesen sein, der häufig vor dem Computer saß. Die „Bild“-Zeitung zitierte den Vater mit den Worten: „Er war weder mit sich noch mit der Welt im Reinen, gab immer allen anderen die Schuld.“ Der 27-Jährige habe kaum Freunde gehabt und stattdessen viel Zeit im Internet verbracht. „Der Junge war nur online.“

Mutmaßlicher Täter arbeitete wohl als Rundfunktechniker und war bei der Bundeswehr

Stephan B. war am Mittwoch als mutmaßlicher Täter festgenommen worden. Er hatte nach Angaben aus Sicherheitskreisen gegen Mittag versucht, die Synagoge in Halle mit Waffengewalt zu stürmen. Nachdem das scheiterte, soll er in der Stadt zwei Menschen erschossen und mindestens zwei weitere verletzt haben.

Dem „Bild“-Bericht zufolge hatte Stephan B. nach dem Abitur zwei Semester Chemie studiert, das Studium aber wegen Krankheit abgebrochen. Einer Nachbarin zufolge soll er zuletzt als Rundfunktechniker gearbeitet haben. Der Vater berichtete, dass sein Sohn zwar bei der Bundeswehr gewesen sei, aber keine Spezialausbildung absolviert habe. Den Sicherheitsbehörden war der mutmaßliche Täter bislang wohl nicht als Rechtsextremist aufgefallen. (dpa)

Polizisten sichern an der Mauer zum Gelände der Synagoge in Halle die Umgebung des Tatorts.
Polizisten sichern an der Mauer zum Gelände der Synagoge in Halle die Umgebung des Tatorts.
dpa