Denkmal für Timberwölfe

Denkmal für Timberwölfe: Stele mit einer Luftaufnahme

Halle/MZ. - Der Entwurf des Kunstwerkes wurde am Freitag im Kulturbüro der Stadt vorgestellt. Vorausgegangen war im Oktober 2002 der Stadtratsbeschluss, die 104. US Infanterie-Divison zu würdigen. Die Stadt hatte daraufhin mit Jens Bergner, Markus Traub, Klaus Friedrich Messerschmidt und Christoph Reichenbach vier hallesche Künstler zu einem Ideenwettbewerb ...

Von Claudia Crodel 24.01.2003, 17:44

Der Entwurf des Kunstwerkes wurde am Freitag im Kulturbüro der Stadt vorgestellt. Vorausgegangen war im Oktober 2002 der Stadtratsbeschluss, die 104. US Infanterie-Divison zu würdigen. Die Stadt hatte daraufhin mit Jens Bergner, Markus Traub, Klaus Friedrich Messerschmidt und Christoph Reichenbach vier hallesche Künstler zu einem Ideenwettbewerb aufgerufen.

Die Jury unter Leitung des Bildhauers Prof. Bernd Göbel hatte die Wahl zwischen einer Wolfsplastik (Bergner), einer dekorativen Sandsteinsäule (Reichenbach) sowie zwei klassischen Gestaltungsvarianten von Traub und Messerschmidt.

Die Entscheidung der Jury sei einhellig auf Messerschmidts Entwurf gefallen, berichtet Göbel. "Wir haben uns für eine Arbeit entschieden, die sehr sachlich den Anlass spiegelt, die fernab unterschiedlicher Befindlichkeiten und ohne Zeigefinger den Sachverhalt schildert", erläutert er. Das erreicht Messerschmidt zum einen durch die Verwendung des Materials Edelstahl und Bronze. "Stahl hat etwas Militärisches", meint der Künstler. Zum anderen möchte Messerschmidt durch die Integration der Luftaufnahme "auf die Stadt als verletzliches Etwas" verweisen.

Die Realisierung der Gedenkstele übertrug die Stadt auf den Verein Monetarium, Gesellschaft zur Förderung von Kultur und Heimat. "Wir wollen die Gesamtsumme von 12 000 Euro per Spenden zusammenbekommen", sagt Matthias J. Maurer, Vereinsvorsitzender. Wer die Ehrung der Timberwölfe unterstützen möchte, kann dies über das Spendenkonto der Stadt- und Saalkreissparkasse (380 011 855, BLZ 800 537 62, Empfänger Kulturbüro Halle, Referenznummer 517 313 300 059, Zweck: Gedenkstele zur Ehrung der Timberwölfe) tun.

Am Montag, 27. Januar, um 19 Uhr liest Matthias J. Maurer in der Gedenkstätte Roter Ochse aus seiner Dokumentation "Der Marsch der Timberwölfe nach Halle".