Corona-Pandemie verhindert AbstiegCorona-Pandemie verhindert Abstieg des USV Halle: Basketballer der Rhinos suche neuen Trainer

Halle (Saale) - Der Sport war von heute auf morgen ganz weit weg: Die Corona-Krise stellt gerade die Medizinstudenten unter den USV-Basketballern vor nie dagewesene Herausforderungen. „Von denen“, sagt Trainer Philipp Streblow, „haben wir so einige“. Vor drei Wochen hatten sich die Rhinos zum letzten Mal im Training gesehen. Tags darauf erfuhren sie vom frühzeitigen Saisonende der zweiten Regionalliga. Die letzten drei Spiele der so schwierigen Serie wurden nicht mehr ...

Von Petra Szag 01.04.2020, 07:50

Der Sport war von heute auf morgen ganz weit weg: Die Corona-Krise stellt gerade die Medizinstudenten unter den USV-Basketballern vor nie dagewesene Herausforderungen. „Von denen“, sagt Trainer Philipp Streblow, „haben wir so einige“. Vor drei Wochen hatten sich die Rhinos zum letzten Mal im Training gesehen. Tags darauf erfuhren sie vom frühzeitigen Saisonende der zweiten Regionalliga. Die letzten drei Spiele der so schwierigen Serie wurden nicht mehr ausgetragen.

„Mittlerweile wissen wir, dass wir nicht absteigen werden“, sagt Philipp Streblow und bestätigt die kollektive Erleichterung. Denn Halles zehnter Tabellenrang wäre unter normalen Umständen der erste Abstiegsrang gewesen. „Wir waren zum Zeitpunkt des Abbruchs punktgleich mit dem Neunten Cottbus, hätten also noch die Chance gehabt, uns zu verbessern“, erklärt der USV-Coach. Deshalb muss auch nur Magdeburg die fünfthöchste Liga verlassen, weil bei dem Schlusslicht selbst rein rechnerisch nichts mehr ging.

USV-Basketballer suchen neuen Trainer: Philipp Streblow tritt kürzer

Die Klasse zu halten, wäre für seine Rhinos angesichts der schweren Restprogramms unter anderem mit dem Ersten Potsdam und dem Dritten BG 2000 Berlin ein Kraftakt geworden, daraus macht auch der Coach keinen Hehl.

Er weiß, warum sich seine Schützlinge nach der starken Saison im Vorjahr und Platz drei inklusive Aufstiegsüberlegungen diesmal so schwer taten: „Wir haben zwar einen großen Kader. Doch die Trainingsbeteiligung war sehr unzuverlässig.“ Und meint das auf keinem Fall negativ, denn Beruf oder Studium haben Priorität. Praktika, Kurse an der Uni, Skilager und auch krankheitsbedingte Ausfälle ließen Kontinuität kaum zu.

In der kommenden Saison wird es kaum leichter werden. Denn dann muss sich auch Philipp Streblow beim USV zurücknehmen. Für den angehenden Lehrer beginnt am 1. April das 16-monatige Referendariat an einem Gymnasium in Saalekreis. „Deshalb“, sagt der zweifache Familienvater, „suchen wir auch einen neuen Trainer“.

Bis der gefunden ist, will er sich zumindest im organisatorischen Bereich weiter mit einbringen. Und auf dem Parkett haben dann die Ü-30-Spieler um Felix Zapf, Marcus Zawatzki und Martin Pötschke das Sagen. Optimale Voraussetzungen sind das also nicht, um es nächste Saison besser zu machen. Doch die Lust am Sport ist bei allen ungebremst. „Spätestens nach den Sommerferien wird es weitergehen“, ist sich der alte Coach deshalb sicher. (mz)