Konsum und Anbau zum Eigenbedarf

„Cannabis Social Club Halle-Saalekreis“ macht sich für Legalisierung stark

Von Denny Kleindienst 12.10.2021, 08:50 • Aktualisiert: 12.10.2021, 08:56
Cannabis
Cannabis (Foto: DPA)

Halle (Saale)/MZ - Seit zwei Jahren gibt es den „Cannabis Social Club Halle-Saalekreis“. Am Wochenende hat der Verein seine erste Mitgliederversammlung nach der Gründung veranstaltet. Dabei wurde Angelika Saidi als Vorsitzende wiedergewählt. Wie der Verein mitteilt, handelt es sich um den ersten Cannabis Social Club (CSC) in Sachsen-Anhalt.

„Cannabis Social Clubs sind Anbaugemeinschaften von Cannabisnutzern, die ihren Eigenbedarfsanbau gemeinschaftlich organisieren, oder dort, wo der Anbau von Cannabis noch nicht erlaubt ist, die Legalisierung des Konsums und des Anbaus von Cannabis zum Eigenbedarf anstreben“, heißt es in der Pressemitteilung. Da der Anbau von Hanf für den Eigenbedarf in Deutschland verboten ist, setzt sich der CSC in Halle laut eigener Auskunft für „die Änderung der Drogengesetzgebung in Deutschland“ und „eine akzeptierende und regulierende Drogenpolitik in Halle und im Saalekreis“ ein, außerdem für Jugend- und Verbraucherschutz, Aufklärung und Prävention.

Sollte es zur Legalisierung kommen und gesetzeskonforme Möglichkeit geben, strebt der Verein „den Betrieb einer dann legalen Anbaugemeinschaft an“. Solange sich die Rechtslage aber nicht geändert hat, will der CSC sich weiter dafür einsetzen und kündigt weitere Aufklärungsarbeit und Aktionen an. So etwa die „Hanftage“, die 2020 wegen Corona abgesagt wurden.