Vom Höhenflug überraschtBasketball: Warum der Aufstieg für die Rhinos derzeit nicht denkbar ist

Halle (Saale) - Die Euphorie dieser Tage wird am Ende wohl nicht den ganz großen Coup nach sich ziehen. „Ein Aufstieg“, so betont Philipp Streblow, „ist für uns erstmal kein Thema.“

Von Felix Fahnert 02.02.2018, 09:46

Die Euphorie dieser Tage wird am Ende wohl nicht den ganz großen Coup nach sich ziehen. „Ein Aufstieg“, so betont Philipp Streblow, „ist für uns erstmal kein Thema.“

Dabei weiß der 31-jährige Basketball-Trainer der USV Rhinos, dass es in der 2. Basketball-Regionalliga derzeit vor allem seine Jungs sind, die für Spannung auf den Spitzenplätzen sorgen. Zum Rückrundenauftakt noch auf Platz vier stehend, haben sich die Nashörner mit Siegen gegen Empor Berlin, Hermsdorf und zuletzt BG Berlin auf den zweiten Tabellenrang vorgekämpft. Eine eindrucksvolle Serie.

Dominanter Spitzenreiter

Greifen die Rhinos nach fünf aufeinanderfolgenden Spielzeiten in der 2. Regionalliga also tatsächlich nach dem Aufstieg?

Nur vier Punkte fehlen zum Ligaprimus aus Wolmirstedt, der den einzigen Qualifikationsplatz für die 1. Regionalliga belegt. Streblow bremst die Euphorie: „Wolmirstedt hat bisher noch kein Spiel verloren. Ich glaube kaum, dass die noch einzuholen sind.“ Was angesichts der Dominanz des Spitzenreiters durchaus nachvollziehbar erscheint.

Unabhängig davon mag man sich einen Aufstieg beim USV derzeit kaum vorstellen. „Die erste Regionalliga ist eine halbe Profiliga, der sportliche Unterschied ist ordentlich. Das ist für uns schlicht nicht machbar“, meint Streblow. Soll heißen: In der vierten Liga würde ein ganz anderer Wind wehen. „Wir sind eher ein Team aus guten, ambitionierten Hobbysportlern.“

Logistische Herausforderung

Hinzu kommt: Die 1. Regionalliga wäre auch logistisch schwerer zu realisieren. Neben höheren Kosten für den Ligabetrieb kämen ungleich längere Auswärtsfahrten auf das Team zu, etwa nach Rendsburg in Schleswig-Holstein. „Bisher haben wir hauptsächlich gegen Berliner Teams gespielt, einmal müssen wir nach Greifswald. In der ersten Regionalliga bist du immer den ganzen Tag unterwegs“, so Streblow mit Blick auf die Hobbysportler.

Also wäre „ein Aufstieg auch für den gesamten Verein wenn überhaupt ein langfristiges Ziel“, weiß der Coach. Und auch Andreas Lau, Vorstand der Basketballsektion beim USV meint: „Wir sind vom Erfolg ja selbst überrascht. Wir haben darüber noch gar nicht ernsthaft gesprochen.“

Was der immensen Motivation derzeit bei den Rhinos freilich keinen Abbruch tut. Am Samstag kommt mit Tiergarten 99 der amtierende Meister nach Halle. „Es läuft gerade richtig gut, wir wollen den zweiten Platz sichern“, sagt Streblow. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. (mz)