Basketball Basketball : Rhinos-Coach Philipp Streblow mimt dem „Quälix“

Halle (Saale) - Dieser Sprint entlang der Grundlinie mit dem Basketball über dem Kopf gehalten hat es in sich. Fünfmal hin und her, kurze Pause. Vier-, drei-, zwei, einmal. „Diese Übung“, so sagt Rhinos-Trainer Philipp Streblow, und die Ironie ist dabei herauszuhören, „ist bei den Spielern äußerst beliebt.“ Und dennoch wird er sie in den nächsten Tagen und Wochen immer wieder auf den Trainingsplan ...

Von Petra Szag 17.08.2017, 07:23

Dieser Sprint entlang der Grundlinie mit dem Basketball über dem Kopf gehalten hat es in sich. Fünfmal hin und her, kurze Pause. Vier-, drei-, zwei, einmal. „Diese Übung“, so sagt Rhinos-Trainer Philipp Streblow, und die Ironie ist dabei herauszuhören, „ist bei den Spielern äußerst beliebt.“ Und dennoch wird er sie in den nächsten Tagen und Wochen immer wieder auf den Trainingsplan rufen.

Denn das vom Verein ausgerichtete Turnier am vergangenen Wochenende hat gezeigt, dass die Hallenser Defizite im athletischen Bereich haben, die Kondition noch auf Vordermann gebracht werden muss. Vier Wochen bis zum Start in die Zweitregionalliga-Saison bleiben, um die Schwachstellen auszumerzen.

Dass seine Männer noch ein wenig schwach auf der Brust sind, verwundert den Coach nicht. Schließlich wurde über den Sommer nur einmal wöchentlich trainiert. „Das ist aber nichts, was wir nicht schnell wieder in den Griff bekommen könne“, sagt Streblow gewohnt ruhig.

Rhinos: Vorne hui, hinten noch nicht

Ansonsten haben die Spiele gegen Fünftligist Leipzig und die eine Klasse höher spielenden Aschersleben Tigers viel Positives gezeigt, auch wenn beide Duelle verloren gingen. „Vor allem die Offensive hat mir gut gefallen“, fasst Streblow zusammen. Daran ändert auch nichts, dass seinen Spielern desöfteren das Wurfglück fehlte. Nur: „An der Defensive werden wir wohl noch arbeiten müssen.“ Ihre Kontrahenten wirkten abgezockter. Auch das erscheint nur folgerichtig, schließlich traten die Gastgeber mit einer sehr jungen Mannschaft an.

Gleich mehrere Spieler schicken sich an, die Lücke zu schließen, die der nach Dorsten gewechselte Nderim Pelaj hinterlassen hat. „Wenn gleich mehrere die Verantwortung übernehmen, macht uns das weniger berechenbar“, findet der Coach.

Neben Rückkehrer Jörg Soyk setzt er große Hoffnungen auf Georg Dölle. Der 32 Jahre alte Flügelspieler überlegt, in Halle zu bleiben und sich nach seiner langen Verletzungspause bei den Nashörnern mit einzubringen.

Auch von Niklas Radestock fehlt noch die finale Zusage. Der 19-Jährige hat die Hallenser beim Turnier unterstützt „und eine sehr gute Leistung gezeigt“, findet Philipp Streblow. Was den 1,92 Meter großen Korbjäger so wertvoll macht: Er kann auf nahezu allen Positionen eingesetzt werden. Die Universalwaffe hatte einst beim USV mit dem Basketball angefangen, spielte dann in den Nachwuchs-Bundesligen für den MBC und war zuletzt bei den Sixers eine Liga höher aktiv.

Nächster Test für die Rhinos in Dessau

Außerdem hofft Philipp Streblow noch auch zwei erfolgshungrige junge Spieler vom MBC, die mit einem Doppelspielrecht ausgestattet werden. Sie hätten die Chance, erste Erfahrungen bei den Männern zu sammeln. Wen Tomas Grepl als verantwortlicher Nachwuchstrainer des MBC im Auge hat, weiß Halles Coach noch nicht. Die Jungs in sein Team einzubauen, werde aber auch kurzfristig klappen. Beim nächsten Test am 31. August in Dessau gegen den Landesmeister BC wird er sicher mehr wissen. Bis dahin wird er im Training wohl erst mal weiter den „Quälix“ mimen. (mz)