Bundestagswahl

Bartsch und Gysi unterstützen hallesche Linken-Direktkandidatin Petra Sitte am Steintor

Spitzenkandidaten der Linken sprachen zu Anhängern.

Von Jonas Nayda 21.09.2021, 10:30
Dietmar Bartsch (Die Linke) sprach am Montag am Steintor.
Dietmar Bartsch (Die Linke) sprach am Montag am Steintor. Foto: Silvio Kison

Halle (Saale)/MZ - Prominente Gäste aus der Bundespolitik begrüßte die hallesche Linken-Direktkandidatin Petra Sitte am Montagnachmittag auf einer mobilen Bühne am Steintor. Dort traten bei einer Wahlkampfveranstaltung ihrer Partei Linken-Chefin Janine Wissler, Co-Bundestagsfraktionsvorsitzender Dietmar Bartsch und der langjährige Bundestagsabgeordnete Gregor Gysi auf. Rund 200 Zuschauer hatten sich am Steintor versammelt.

Prominente Unterstützung für hallesche Linken-Direktkandidatin Petra Sitte

Die Veranstaltung wurde von der Polizei abgesichert, weil auf der gegenüberliegendenden Straßenseite der Bühne der Rechtsextremist Sven Liebich eine Gegendemo abhielt. Es kam jedoch zu keinen Übergriffen, alle Demoteilnehmer auf beiden Seiten verhielten sich ruhig.

Die Linken-Spitzenkandidaten sprachen vor ihren Anhängern ein breites Themenspektrum an. Neben dem Wahlprogramm, in dem es vor allem um mehr soziale Gerechtigkeit etwa in Form von höherer Rente, einem höheren Mindestlohn und die Wiedereinführung der Vermögenssteuer geht, zeigte sich in den Redebeiträgen der Linken aber vor allem, dass sie gegen die CDU und die FDP sind.

Gysi bringt Publikum zum lachen

Er wolle eine Veränderung in der Politik, sagte Dietmar Bartsch. „Ja, ich stehe für den Linksrutsch, vor dem die CDU warnt.“ Auch Janine Wissler sprach davon, dass sie in der Union eine zunehmende Panik wahrnehme, die „ein schöner Ansporn“ für sie sei, im Wahlkampf noch einmal alles zu geben. Wissler und Bartsch warben für eine neue Koalition mit SPD und Grünen.

Den meisten Applaus des Abends erntete der letzte Redner Gregor Gysi. Seine Anekdoten etwa darüber, dass Deutschland in Uganda Entwicklungshilfe beantragen solle, weil ein Kollege aus dem afrikanischen Uganda berichtete, dass er dort immer gutes Internet gehabt hätte, Gysi selbst aber in Deutschland immer wieder im Funkloch sitzen würde, kamen beim Publikum gut an.