Impfzertifikate oft nicht anerkannt

Apotheker aus Halle ärgert sich über Probleme mit der Impfausweis-Alternative

Von Denny Kleindienst 14.10.2021, 09:03 • Aktualisiert: 14.10.2021, 11:38
Verschiedene Impfzertifikate
Verschiedene Impfzertifikate (Foto: Stefan Puchner/dpa)

Halle (Saale)/MZ - „Die Impfkarte funktioniert“, versichert Martin Roschig, Mitinhaber der Halloren Apotheke in Halle. Geimpfte können sich bei ihm ein analoges Zertifikat ausstellen lassen. Die Apotheke druckt dafür einen QR-Code auf eine Art blaue Chipkarte. Es ist ein Angebot für Leute ohne Smartphone, die ihren Impfausweis nicht ständig mitnehmen wollen. Doch es hapert offenbar am praktischen Nutzen.

„Wir haben ganz viel Rücklauf“, sagt Roschig. „Die Leute haben Schwierigkeiten, mit dem Impfzertifikat reinzukommen.“ Sei es etwa bei Veranstaltungen oder auch bei Besuchen im Krankenhaus. Der Apotheker bemängelt, „dass an ganz vielen Stellen der QR-Code falsch gehandhabt wird“. Denn es solle ja nicht bloß die blaue Karte angesehen, sondern der darauf befindliche QR-Code auch gescannt werden. Und dies, so Roschig, sollte eigentlich bei allen Corona-Impfnachweisen passieren. Die Probleme mit den Karten zeigen seiner Meinung nach eine grundsätzliche Sicherheitslücke auf.

„Die beschriebenen Impfnachweise sind bekannt und ein Zutritt damit problemlos möglich“

Auch das Sozialministerium in Magdeburg betont, dass der QR-Code kontrolliert werden muss: „Das Scannen ist sowohl beim digitalen, als auch beim ausgedruckten Zertifikat nötig, um die Gültigkeit sowie die Identität des Inhabers zu überprüfen.“ Passiert dies nicht, könnte „ein Sicherheitsproblem“ auftreten. Insbesondere beim digitalen Covid-Zertifikat sieht das Ministerium aber keine Sicherheitslücke.

Während es in neuen Impfnachweisen etwa im Chipkartenformat „keinen erkennbaren Mehrwert für die Bürger und Bürgerinnen“ sieht. Derweil scheint die Impfkarte in Halle an Bekanntheit zu gewinnen. „Die beschriebenen Impfnachweise sind bekannt und ein Zutritt damit problemlos möglich“, heißt es etwa vom Universitätsklinikum Halle. Dazu werde der QR-Code gescannt und Daten zum Impfstatus überprüft.