Alle Spielerinnen punkten in Braunschweig

Alle Spielerinnen punkten in Braunschweig: Lions zeigen im Pokal Ligareife

Halle (Saale) - Mitte des zweiten Viertels war sich Peter Kortmann seiner Sache sicher: Mit dem Einzug in die nächste Pokalrunde geht hier und heute nichts mehr schief. In zweistellige Höhe war der Vorsprung des Bundesligisten Gisa Lions beim tierischen Namensvetter Braunschweig „LionPride“ aus Liga zwei zu diesem Zeitpunkt gerade angewachsen. Und weil sich Kortmann seiner Sache eben sicher war, „haben wir zu dem Zeitpunkt angefangen, bunt zu wechseln“, sagt der Coach in der ...

Von Fabian Wölfling
Eilidh Simpson war mit 17 Punkten beste Werferin. Holger John

Mitte des zweiten Viertels war sich Peter Kortmann seiner Sache sicher: Mit dem Einzug in die nächste Pokalrunde geht hier und heute nichts mehr schief. In zweistellige Höhe war der Vorsprung des Bundesligisten Gisa Lions beim tierischen Namensvetter Braunschweig „LionPride“ aus Liga zwei zu diesem Zeitpunkt gerade angewachsen. Und weil sich Kortmann seiner Sache eben sicher war, „haben wir zu dem Zeitpunkt angefangen, bunt zu wechseln“, sagt der Coach in der Nachbetrachtung.

Mit seiner Einschätzung sollte der 59-Jährige richtig liegen: Tatsächlich geriet das Weiterkommen nicht mehr in Gefahr. Am Ende setzten sich die Löwinnen aus Halle bei den Löwinnen aus Braunschweig am Samstagabend mit 81:59 durch. Zugleich erfüllte das Pokalspiel durch die frühen Wechsel auch seinen von Kortmann zuvor festgelegten Sinn als letzter Probelauf vor dem Bundesligastart.

Es war eine Generalprobe, die in sehr vielen Facetten als gelungen bewertet werden kann. Rein vom Ergebnis her, klar. Aber eben auch dadurch, dass jede Spielerin im Kader auf das Parkett durfte. „Keine aus dem Team musste 30 Minuten gehen, da haben wir also noch Reserven“, sagt Kortmann. „Zugleich zeigt es, dass wir eine gute Breite haben, jede Spielerin punkten kann.“

Was alle auch taten. Am besten, wie schon oft in der Vorbereitung, Aufbau Eilidh Simpson mit 17 und Centerspielerin Barbora Kasparkova mit 13 Zählern. Positiv aber auch, dass die US-Wurfspezialistinnen Darien Huff (13) und Candice White (10) verbesserte Form zu den Testspielen zeigten.

Vieles, was die Lions in Braunschweig zeigten, entsprach schon der Kortmannschen Vision. „Wir hatten ein sehr ordentliches Tempo und haben nach dem ersten Viertel auch in der Verteidigung gut gearbeitet“, analysiert der Coach. Reserven gab es bei der Reboundarbeit und bei der Verwertung offener Wurfgelegenheiten. Zehn von 26 Dreiern trafen die Lions. Es hätten mehr sein können.

Trotzdem wirkt das Team bereit für den Ligastart am kommenden Wochenende in Herne, beim Meister von 2019. Der TC hat sein Pokalspiel gegen Göttingen mit 85:86 verloren. „Ich halte sie aber nach wie vor für eine der drei, vier besten Mannschaften“, sagt Kortmann. „Wenn wir unsere Qualität abrufen, können wir sie aber auf jeden Fall ärgern.“ (mz)