Zirkus „Probst“

Zirkus „Probst“: Nach 23 Jahren wird die Manege wieder in Eisleben aufgebaut

Eisleben - Das Unternehmen aus Neustadt gastiert im Juni auf dem Wiesengelände.

Von Detlef Liedmann

„Nein, die Sonja arbeitet nicht mehr als Artistin. Sie ist jetzt für den Kassenbereich verantwortlich“, sagt Mathijs te Kiefte vom Produktionsbüro des „Circus Probst“. Das Unternehmen aus Neustadt an der Weinstraße präsentiert vom 7. bis 10. Juni siebenmal sein aktuelles Programm „Fantastico“.

Vor 23 Jahren war „Probst“ das letzte und bisher einzige Mal in der Lutherstadt. Am Vertikalseil zu erleben war die damals elfjährige Sonja Probst, schon 1994 mit dem „Prix du Cirque Royal de Bruxelles“ dekoriert. Wegen eines Unfalls, so erzählt es Pressesprecher te Kiefte, könne die heute 34-Jährige aber nicht mehr als Artistin arbeiten.

Dafür steht ihre jüngere Schwester Stephanie in der Manege, präsentiert dort eine klassische Pferdedressur. Aus den Pferdedressuren ging der moderne Zirkus hervor, begründet vor 250 Jahren vom Engländer Philip Astley. „Unser diesjähriges Programm ist eine Hommage und vereint alle Elemente von Tierdressuren über Akrobatik und Clowns“, so te Kiefte.

Mittlerweile seien aus Eisleben die ersten Kartenvorbestellungen eingegangen. Premiere wird am 7. Juni um 17 Uhr sein. „Wir kommen aber schon am ersten Montag im Juni an und können ohne Hektik unsere Zelte aufbauen und unseren Fuhrpark in Position bringen.“

In einem der Wagen reist Tom Dieck jr. Zweimal hat der in Frankreich geborene Raubtierlehrer beim Zirkusfestival in Monte Carlo einen Bronzenen Clown gewonnen. „Wir haben ihn extra für unser Jubiläumsprogramm verpflichtet“, sagt Mathijs te Kiefte und verspricht eine Darbietung der Extraklasse. „Und wir sind einer der wenigen Zirkusse, die sich noch ein Orchester leisten“, wirbt te Kiefte weiter.

Karten sind vorbestellbar unter Tel. 0175/7 97 84 49. (mz)