Ziel bleibt Los Angeles

Wo die blauen Kieselsteine aus Eisleben bisher gelandet sind

Von Babett Gumbrecht
Die blauen Kieselsteine aus LE (Lutherstadt Eisleben)
Die blauen Kieselsteine aus LE (Lutherstadt Eisleben) (Foto: Knothe)

Eisleben/MZ - Nach Los Angele s - also LA - hat es zwar noch kein blauer Kieselstein aus LE (Lutherstadt Eisleben) geschafft, aber immerhin schon bis ins warme Italien. Und die Reise der kleinen blauen Steine geht weiter.

Blaubemalte Kieselsteine aus Eisleben gehen auf Reisen

Rückblick: Mitte August wurden 15 blaubemalte Kieselsteine auf die Reise geschickt. Die sogenannten LE Kiesel sind eine PR-Aktion der Lutherstadt und sollen Eisleben über die Landesgrenzen hinaus bekannt machen. Das Prinzip ist einfach: Wer einen Stein findet, postet diesen in einer speziellen Facebookgruppe und verrät, wo er ihn gefunden hat. Dann muss der Stein wieder versteckt werden, damit auch der nächste eine Freude an den blauen Kieseln hat. „Gerne kann der Stein an andere Orte mitgenommen und neu ausgesetzt werden“, schreibt Stadtsprecher Maik Knothe in der Facebookgruppe.

Und mittlerweile sind die Steine weit gewandert. Andreas Gräbe zum Beispiel schreibt: „Der größten Kunst zur Seite gestellt! Kiesel Nummer eins befindet sich jetzt in Florenz, am Brunnen des Neptun neben dem David von Michelangelo. Genau in der Mitte der Piazza della Signoria, in der Nähe von Palazzo Vecchio.“ Nach einer 1.400 Kilometer langen Reise, über Österreich und Südtirol in die Toskana, habe man sich nun vom Kiesel Nummer eins getrennt. Mann hoffe, dass er weiterreisen werde.

Von Eisleben bis nach Österreich

Christine Wohland hat ihren Stein sogar getauft: „Unser Fridolin, der kleine Blaue Nummer vier, ging auf die Reise“, schreibt sie erst kürzlich in die Facebookgruppe. Darunter allerhand Beweisfotos. Ihr Kiesel nummer vier ist von der Ziemestalbrücke in Thüringen, über Nürnberg, ins Ettal, über Oberammergau bis nach Thorsäulenbach in Österreich gereist. Isolde Kakoschky hat auch einen Stein gefunden: „Mal sehen, wo ich ihn aussetze, in der Hoffnung, dass er weiter wandert“, schreibt sie.

Und wer mag, kann auch selbst neue Kiesel bemalen und dann verstecken. Ganz wichtig ist dabei, den bunten Stein auch als LE-Kiesel zu beschriften und das Facebook-Logo darauf zeichnen als Hinweis auf die Gruppe auf Social Media. Und wer weiß, mit ein bisschen Glück schafft es vielleicht doch noch eines der Kunstwerke auf den Walk of Fame in Los Angeles.