Landratswahl in MSH

Was sich die Menschen im Mansfelder Land vom neuen Landrat wünschen

Von Felix Fahnert
Wahl Symbolbild
Wahl Symbolbild (Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/)

Eisleben/Hettstedt - Neben den Landtagswahlen fand am Sonntag in Mansfeld-Südharz auch die Wahl eines neuen Landrats statt. Der Verwaltungschef wird auf sieben Jahre gewählt. Eine Stichprobe der MZ im Mansfelder Land zeigt dabei: Die Erwartungen an das Landratsamt sind hoch.

Stärkung des Handels und der Gastronomie

„Es gibt viel zu tun“, sagt Mario Richter aus Eisleben. Er sei mit der Arbeit von Angelika Klein zwar zufrieden gewesen, doch für den oder die Neue gelte es vor allem, sich für eine Verbesserung des Stadtbildes und eine höhere Attraktivität der Region einzusetzen. Der 56-Jährige verweist aber auch darauf, dass die Rahmenbedingungen aus Magdeburg und Berlin stimmen müssen, damit der Landrat gut arbeiten kann. „Wenn das Geld nicht da ist, kann er oder sie nichts machen.“

Eine Frau, die gerade über den Eisleber Markt läuft, legt vor allem auf die soziale Komponente des neuen Verwaltungschefs Wert. „Er muss mehr auf die Menschen zugehen“, sagt sie. Dies sollte eben nicht nur für Wahlkampfzeiten gelten. Zudem sei es wichtig, sich etwa für Kinder und Jugendliche sowie für den Sport einzusetzen, damit Menschen nicht wegziehen. Ähnlich sieht es Renate Schöttner. „Junge Leute müssen eine Perspektive haben“, sagt die 83-Jährige. Hierfür sei es wichtig, die Arbeitslosigkeit in der Region zu senken und Menschen stärker an die Hand zu nehmen - ansonsten sei der gesellschaftliche Zusammenhalt gefährdet. Auch Geschäfte und Gastronomie müssten gestärkt werden.

„Mehr Geld auf dem Lohnzettel nehme ich gern“

Sylvia Ihlenburg hofft ebenfalls, dass der neue Chef der Kreisverwaltung sich für die Attraktivität der Region einsetzt. „Ich wünsche mir, dass die Innenstadt belebter wird“, sagt die Eisleberin. Kleine Läden müssten unterstützt werden, zudem fehlten große Einkaufsmöglichkeiten, die zum Bummeln und Treffen einladen würden. Ihlenburg ist sicher: Wenn die Innenstädte attraktiv sind, kommen auch die Menschen.

Doch natürlich finden sich in der Fußgängerzone noch andere Wünsche an den neuen Landrat: Mehr Geld für Bildung, den Tourismus im Kreis vorantreiben, ein gutes Management bis zum Ende der Pandemie - oder schlicht, „dass er seine Arbeit gewissenhaft macht“. Andere Wünsche sind so trivial wie nachvollziehbar - auch wenn sie der Landrat gar nicht direkt erfüllen kann: „Mehr Geld auf dem Lohnzettel nehme ich gern“, sagt eine Frau unvermittelt. (mz)