Infos zum Busfahren einfach erklärt

Mansfeld-Südharz: VGS und Lebenshilfe gestalten einfache Broschüre

Eisleben - Mansfeld-Südharz: VGS und Lebenshilfe gestalten einfache Broschüre

Von Felix Fahnert 28.09.2020, 08:24

Infos rund ums Busfahren in Mansfeld-Südharz gibt es jetzt auch in einfacherer Sprache. In Zusammenarbeit mit dem Landkreis-Projekt „Örtliches Teilhabemanagement“ und dem Büro für leichte Sprache der Lebenshilfe hat die Verkehrsgesellschaft Südharz (VGS) nun eine 43-seitige Broschüre veröffentlicht, die auch Menschen mit einer Einschränkung gut lesen und verstehen können.

„Viele denken bei Barrierefreiheit im Verkehr nur an Niederflurbusse“, sagt VGS-Sprecherin Anja Reise. Ganz entscheidend sei aber eben auch eine verständliche Sprache, damit allen im Landkreis eine selbstbestimmte Fortbewegung ermöglicht wird.

VGS und Lebenshilfe: Broschüre in leichter Sprache

Und so werden aus den Begriffen „Beförderungsbedingungen“ und „Tarifbestimmungen“ für die Broschüre schlicht „Die Regeln für das Bus-Fahren“ und „Die Fahrkarten“ - warum kompliziert, wenn es auch einfach geht?

„Leichte Sprache hat ganz klare Regeln“, sagt Michael Bach vom Büro für leichte Sprache der Lebenshilfe Mansfelder Land. Dazu zählten kurze Sätze, einfache Begriffe und nur eine Aussage pro Satz. In der Broschüre, für die das Büro die kompletten VGS-Regularien über mehrere Monate übersetzt hat, sind die Infos zudem meist mit Bildern illustriert. „Es war ein sehr schönes und spannendes Projekt“, sagt Bach. Sechs Prüferinnen und Prüfer der Lebenshilfe hätten dabei mitgearbeitet.

Mansfeld-Südharz: Projekt „Örtliches Teilhabemanagement“

Die Broschüre richtet sich an Menschen mit einer Behinderung, aber etwa auch an Leute, die nicht so gut lesen können, schlecht deutsch sprechen oder dement sind. Sie soll nun an Einrichtungen, Vereine und Verbände im Kreis verteilt werden und ist über die Teilhabe-Homepage des Landkreises abrufbar. „Das Projekt ist in der Form einzigartig in Deutschland“, sagt VGS-Sprecherin Reise.

Maria-Johanna Hilscher vom „Örtlichen Teilhabemanagement“ des Landkreises freut sich, dass die Zusammenarbeit mit der VGS und dem Büro für leichte Sprache Früchte getragen hat. Es gehe auch im öffentlichen Personennahverkehr darum, „dass Informationen in einfacherer Weise zur Verfügung stehen“. (mz)