Investor finanziert Planung

Eisleber Stadtrat entscheidet über Solarpark auf der Halde des ehemaligen Hans-Seidel-Schachts

Von Jörg Müller
Symbolbild - Solarpark
Symbolbild - Solarpark (Foto: Maik Schumann)

Eisleben/MZ - Über den Bebauungsplan für den Solarpark auf der Halde des ehemaligen Hans-Seidel-Schachts wird der Eisleber Stadtrat in seiner nächsten Sitzung am Dienstag, 20. Juli, entscheiden. Der Stadtentwicklungsausschuss hat dem Entwurf zugestimmt. Auf dem 19 Hektar großen Gelände zwischen der Volkstedter Kreuzung und Helbra soll eine Freiflächen-Solaranlage entstehen. Investor ist die EnValue GmbH aus Hofkirchen-Garham (Bayern), die auch die notwendigen Planungen finanziert. Wenn der Stadtrat zustimmt, wird der Bebauungsplan für vier Wochen öffentlich ausgelegt. Eine kleinere Teilfläche des geplanten Solarparks befindet sich auf dem Gebiet der Gemeinde Helbra.

Die Lutherstadt hatte im Herbst vergangenen Jahres die Behörden, die Träger öffentlicher Belange und die Nachbargemeinden über das Vorhaben informiert und um Stellungnahmen gebeten. Im März/April dieses Jahres wurde der Vorentwurf des Bebauungsplans öffentlich ausgelegt. Die Stellungnahmen und Anregungen wurden anschließend eingearbeitet. Unter anderem hatte die Untere Naturschutzbehörde darauf hingewiesen, dass in dem Gebiet besonders geschützte Arten wie die Zauneidechse und die blauflügelige Ödlandschrecke nachgewiesen worden seien.

Laut der Stadtverwaltung liege der vollständige Artenschutzfachbeitrag derzeit noch nicht vor. Carsten Wolff vom Planungsbüro Wolff aus Cottbus sagte im Stadtentwicklungsausschuss, es seien vier Zauneidechsen nachgewiesen worden, für die Ausgleichsflächen geschaffen werden. Zur Sicherstellung der Ausgleichsmaßnahmen wird die Stadt einen städtebaulichen Vertrag mit dem Investor abschließen. Auf dem Hans-Seidel-Schacht, früher Hohenthal-Schacht, wurde bis 1958 Erz gefördert. Später befand sich hier die Abteilung Bergsicherung des Mansfeld-Kombinats. Der Investor wird die Flächen für den Solarpark pachten.