Bergwerksbahn

Bergwerksbahn: Wird der „Kupferkammerhütte“ in Hettstedt neues Leben eingehaucht?

Klostermansfeld - Studenten von der Bauhaus-Universität Weimar entwickeln Konzepte für das Objekt.

Von Daniela Kainz
Die Studenten Lars Kelling und Tino Sonntag (rechts) erläutern Vereinschef Thomas Fischer am Modell ihre Vorstellungen.

Wohin soll die Reise gehen? Diese Frage müssen die Mitglieder der Mansfelder Bergwerksbahn in absehbarer Zeit klären. Anlass ist die Zukunft des Bahnhofs „Kupferkammerhütte“ in Hettstedt. Soll er eines Tages zum Ausgangspunkt der Vereinsaktivitäten werden, was jetzt noch der Bahnhof Benndorf/Klostermansfeld ist? „Wir müssen alles komplett überdenken“, meint Vereinsvorsitzender Thomas Fischer.

Anlass sind die Abschlussarbeiten von Studenten der Bauhaus-Universität Weimar. Lars Kelling, Tino Sonntag und Nathalie Kerst setzten sich auf Anregung des Vereins mit dem Thema „Nutzung und Neugestaltung des Sozialgebäudes der Mansfelder Bergwerksbahn Hettstedt Kupferkammerhütte “ auseinander.

Alle drei kamen zu dem Schluss, dass das Gelände mit dem sanierten Uhrenturm und Lokschuppen Potenzial für touristische Angebote hat. Das zum Teil verfallene Gebäudeensembles des alten Sozialtraktes mit Waschraum, Speisesaal und Kaue (Umkleide) sollte erhalten werden. Obwohl es eine Ruine sei, habe das Gebäude viel Ausstrahlung, meint Sonntag.

Er entwickelte unter anderem den Vorschlag im ehemaligen Speiseraum ein Café für Veranstaltungen einzurichten. Vorstellbar sei auch eine Wohnung im zweiten Obergeschoss des Gebäudeensembles. Er schlägt weiter einen Anbau für Gästezimmer vor.

In der Anbindung des Geländes an die Stadt Hettstedt sieht sein Mitstreiter Kelling eine Chance, touristische Angebote wie das Maschinendenkmal, die Alte Ziegelei oder die Flamme der Freundschaft miteinander zu vernetzen. „Das alte Viadukt würde sich mit einer Asphaltdecke ausgestattet als Verbindungsweg für Fußgänger und Radfahrer eignen“, so Kelling.

Vereinschef Fischer bezeichnete die Vorschläge als Entscheidungsgrundlage für die weitere Arbeit des Vereins. „Wir müssen auch sehen, was wir wie finanzieren können.“

Die Ideen der Studenten stießen nicht nur auf Interesse bei der Präsentation am Wochenende im Verein. Mit ihren Arbeiten überzeugten sie bereits die Prüfungskommission an ihrer Universität. Die Abschlussarbeiten wurden mit „sehr gut“ bewertet. (mz)

So könnte der frühere Speisesaal aussehen.