Wer hat Matsch fabriziert?

Wer hat Matsch fabriziert?: Schauspiel-Ensemble „Huskies“ aus Dessau-Roßlau mit neuem Krimi auf der Bühne

Dessau - Kann eine dicke Frau durch einen Sturz zum Mörder werden? Die „Huskies“ lassen das ihren Kommissar und Polizeipraktikant Schuklowski ermitteln.

Von Annette Gens

Er ist ein bisschen naiv. Doch er weiß es nicht. Und Polizei-Praktikant Schuklowski wird es seinem Chef nicht unter die Nase reiben, dass es diesem etwas an Talent und Spürnase mangelt. Das Gespann hat immerhin in Dessau vor geraumer zeit zwei Mordfälle erfolgreich aufgeklärt. Irgendwie führt Bruder Zufall sie - auf unterhaltsame Weise - immer wieder ans Ziel. Ab dieser Woche schlittern Schuklowski und sein Dessauer Overbeck von Dessau gleich in mehrere Mordfälle. Auf der Bühne.

Das Dessau-Roßlauer Schauspiel-Ensemble „Die Huskies“ steht kurz vor seiner Premiere. Am Freitag, 25. Oktober, um 20 Uhr haben sich die zehn Laien-Darsteller für ihre Kriminalfälle den Tatort „Krötenhof“ ausgesucht.

Dort, in der schicken Villa der Wasserstadt 50, wird unter anderem die Frage zu klären sein, ob eine dicke Frau zum Mörder werden kann oder ob sie nur die Mordwaffe war und in einem weiteren Fall, ob ein Kohlehaufen eine Leiche sein kann? Selbst auf den Tod, wie er leibt und lebt, trifft das unterhaltsame Kriminalisten-Duo.

Für die Handlungen auf der Bühne ist der Roßlauer Germanist Thomas Kirsche verantwortlich

Für die Handlungen auf der Bühne ist der aus Roßlau stammende Germanist und freie Autor Thomas Kirsche verantwortlich. Mit Geist, Humor und einer gehörigen Portion Skurrilität stattet er seine Kriminalstücke aus. Er lässt zum Beispiel die verdächtige dicke Frau aus mehreren Metern Höhe auf einen Menschen stürzen, so dass das Opfer nicht mehr zu erkennen ist. Der Kommissar steht vor der Leiche und definiert sie als „Matsch - Kartoffelsalat mit roter Beete“. Und Schuklowski wird schlecht.

Kirsches Stück „Schuklowski und der Kommissar“ startete vor neun Jahren zunächst als Live-Hörspiel. Es gab diverse Aufführungen in Leipzig, in Chemnitz und Magdeburg. Im Hörspiel lösten der Kommissar und sein Assistent Kriminalfälle, bei denen die üblichen Krimiklischees auf den Kopf gestellt wurden.

2014 schrieb der Autor „Erst ein Käffchen, dann ein Mord“. Die Hauptfiguren Schuklowski und Kommissar traten darin das erste Mal in einem Theaterstück auf. 2017 hatte diese Krimi-Komödie Premiere in Dessau. 2019 arbeitete Autor Thomas Kirsche sein Live-Hörspiel „Schuklowski und der Kommissar“ zu einem Theaterstück um. Wie in der ursprünglichen Hörspiel-Fassung lösen darin der Kommissar und sein Assistent Kriminalfälle auf komische Art und Weise. Wie, das verraten die Huskies ihren Zuschauern im Stück.

Die Schauspielgruppe „Huskies“ arbeitet schon längere Zeit mit Thomas Kirsche zusammen

Die Schauspielgruppe arbeitet schon längere Zeit mit Thomas Kirsche zusammen. Während der aktuellen Proben kommt Kirsche einmal im Monat in den Proberaum in der Dessauer Schillerstraße, um die zehn Darsteller - darunter Kirsches Mutter - auf Linie zu bringen. Das gemeinsame Proben ist nicht nur gut für die Inszenierung. Die Elf haben nebenher miteinander auch viel Spaß.

An dem lassen die Huskies in diesem Jahr an drei Terminen ihr Publikum teilhaben. Der Premiere am Freitag folgt am 23. November ein Auftritt im Kornhaus. Dort werden Kirsches Mordfälle mit einem Dreigänge-Menü serviert (Karten im Kornhaus). Am 24. November sind die Huskies dann im Dessauer Frauenzentrum, Törtener Straße, zu Gast - selbstredend mit dem Kommissar und Schuklowski, dem treuen Polizeipraktikanten. (mz)

Für die Premiere im Krötenhof gibt es Karten zum Preis von acht Euro /ermäßigt sechs Euro, Telefon 0340/212506 und unter www.huskies-dessau.de