Vor Bürgerentscheid

Vor Bürgerentscheid: Initiative Schloßplatz will in Dessau einen Verein gründen

Dessau - Die Bürgerinitiative Schloßplatz plant die Gründung eines Vereins. Das soll am Donnerstag, 23. Mai, besprochen werden, wenn die Initiative um 19 Uhr zur Informationsveranstaltung ins Schwabehaus einlädt. Themen der Veranstaltung werden unter anderem auch die weiteren Schritte bis zum Bürgerentscheid am 1. September sein, wird ...

Die Bürgerinitiative Schloßplatz plant die Gründung eines Vereins. Das soll am Donnerstag, 23. Mai, besprochen werden, wenn die Initiative um 19 Uhr zur Informationsveranstaltung ins Schwabehaus einlädt. Themen der Veranstaltung werden unter anderem auch die weiteren Schritte bis zum Bürgerentscheid am 1. September sein, wird mitgeteilt.

„Mit der Beschlussfassung der Zulassung des Bürgerbegehrens im Zuge der Sonderstadtratssitzung vom 9. Mai ist nun auch die letzte Hürde genommen. Der Weg zu einer gerechten Abstimmung darüber, wie die zukünftige Bebauung am Schloßplatz gestaltet werden soll, ist geebnet“, stellt die Initiative fest. Wenn die Stadtverwaltung gemeinsam mit der Dessauer Bürgerschaft und Investoren auf Augenhöhe an der Konzeptbildung und Realisierung arbeite, könne hier etwas wirklich Großartiges entstehen.

Derweil hat sich das Neue Forum - Bürgerliste mit einem Offenen Brief an die Initiative Schloßplatz gewandt und deren Begehren hinsichtlich einer Frage zurückgewiesen. Hintergrund ist eine zugesandte Bitte der Initiative, dass alle Kandidaten zur Kommunalwahl auf die Frage „Sollen bei Verkauf und nachfolgender Neubebauung kommunaler Grundstücke im Bereich Schlossplatz 4-5 die Fassaden ihr historisches Aussehen zurückerhalten?“ mit „Ja“, „Nein“ oder „Enthaltung“ antworten sollten.

Die vier Stadträte vom Neuen Forum und der Bürgerliste, teilen Klemens Koschig und Holger Schmidt als Sprecher der Wählergruppe Neues Forum-Bürgerliste mit, hätten das Engagement der Initiative bisher wohlwollend und unterstützend begleitet. Daher hätten sie auch gegen den Verkaufsbeschluss gestimmt. Beide stellen aber fest, dass „sich die Frage der Gestaltung nicht alleine an einer Entscheidung pro und kontra historischer Fassaden festmachen lässt... damit werden Aspekte der Funktionsfähigkeit der Gebäude, deren Einordnung in das städtebauliche Umfeld oder gar einer zeitlichen Umsetzungsperspektive nicht beantwortet“. Solch komplizierte Materie lasse sich nicht „in drei einfache Antwortmöglichkeiten pressen“, teilen sie mit.

(mz/hth)