Verstorbene Unternehmerin aus Dessau

Verstorbene Unternehmerin aus Dessau: Kathrin-Budai-Thyrolf-Stiftung nimmt Arbeit auf

Dessau - Jetzt geht es endlich los. Nach der konstituierenden Sitzung am 2. März kann die Kathrin-Budai-Thyrolf-Stiftung ganz offiziell ihre Arbeit aufnehmen. Kathrin Budai, zuletzt Geschäftsführerin im elterlichen Betrieb Thyrolf und Uhle, einem mittelständischen Metallverarbeiter, verstarb am 31. Dezember 2015 mit nur 42 Jahren an ...

Von Danny Gitter 09.03.2017, 08:00

Jetzt geht es endlich los. Nach der konstituierenden Sitzung am 2. März kann die Kathrin-Budai-Thyrolf-Stiftung ganz offiziell ihre Arbeit aufnehmen. Kathrin Budai, zuletzt Geschäftsführerin im elterlichen Betrieb Thyrolf und Uhle, einem mittelständischen Metallverarbeiter, verstarb am 31. Dezember 2015 mit nur 42 Jahren an Krebs.

Die Unternehmerin engagierte sich vor allem auch für benachteiligte Kinder und Jugendliche. „Mit der Stiftung soll eine Erinnerung an Kathrin Budai und ihr Engagement geschaffen werden, die von Dauer ist“, sagt ihr Ehemann Johannes Rieder. Fast ein Jahr hat es gedauert, bis alle organisatorischen und rechtlichen Hürden für die Stiftungsgründung genommen wurden.

Unterstützung für seelisch kranke und traumatisierte Kinder

Um so mehr freut es Rieder, dass jetzt endlich die Arbeit beginnen kann. Kinder und Jugendliche aus Desau-Roßlau und der näheren Umgebung, die traumatisiert und seelisch krank sind, will die Stiftung unterstützen. „Wo medizinische, therapeutische, pädagogische oder staatliche Hilfen nicht ausreichen, beziehungsweise keine Kostenträger vorhanden sind, wollen wir helfen“, skizziert der Ehemann. Einen Grundstock von 50.000 Euro hat die neu gegründete Stiftung. Durch Spenden, Schenkungen und andere Zuwendungen soll sich das Kapital merklich erhöhen.

Ab sofort können sich Hilfesuchende an die Stiftung wenden. Kontaktdaten und ein Kontaktformular gibt es auf der Homepage www.kathrin-budai-thyrolf-stiftung.de. Auch Angaben zum Spendenkonto sind dort zu finden. „Auf Wunsch behandeln wir jedes Anliegen von Hilfesuchenden vertraulich und anonym“, betont Rieder. Um die Arbeit der Stiftung zu dokumentieren, sollen aber bei Einverständnis einzelne Hilfsprojekte auf der Homepage auch veröffentlicht werden. „Im Laufe des ersten Jahres wollen wir auch die ersten Unterstützungen zusagen und so den Bekanntheitsgrad der Stiftung bei Hilfsbedürftigen steigern“, skizziert Rieder die Agenda für 2017.

Der Stiftungsrat hat die Zügel in der Hand

Über die Anträge entscheidet der Stiftungsrat, dem neben Rieder auch der Vater von Kathrin Budai, Günter Thyrolf, und Winfried Ripp, der Geschäftsführer der „Bürgerstiftung Dresden“ , angehören. Die Dresdner Bürgerstiftung ist Treuhänderin der Dessau-Roßlauer Stiftung.

Unterstützung erfährt der Stiftungsrat von einem sechsköpfigen Kuratorium. Es besteht aus Carina Drachenberg von der städtischen Ausländerbehörde, Daniela Tischer vom Kinderheim „Wolkenfrei“, Stephan Grötzsch, Pfarrer der Christusgemeinde, dem freien Fotografen Sebastian Kaps sowie Joachim Kramer vom Notariat Kramer und dem Dessauer Rechtsanwalt Matthias Thielemann. Die Kuratoren werden ihnen bekannte Personen ansprechen, die unterstützt werden könnten und dann auch Vorschläge der Stiftung unterbreiten. (mz)