Benefizspiel gegen Lok Leipzig

SV Germania Roßlau: Benefizspiel gegen den 1. Lok Leipzig

Roßlau - Es ist gut, dass die Sportanlage des SV Germania Roßlau recht umfangreich ist. Denn am 6. September könnte es durchaus voll werden. Die Kreisoberliga-Fußballer haben sich nämlich einen hochkarätigen Namen eingeladen.

Von Nadja Reichert

Es ist gut, dass die Sportanlage des SV Germania Roßlau recht umfangreich ist. Denn am 6. September könnte es durchaus voll werden. Die Kreisoberliga-Fußballer haben sich nämlich einen hochkarätigen Namen eingeladen.

Der 1. FC Lok Leipzig gastiert für ein Benefizspiel bei der Germania. Beginn der Partie ist um 18 Uhr.

Benefizspiel als Spendenaktion

Das Benefizspiel findet als Spendenaktion für den neuen Kunstrasenplatz des SV Germania statt. Der Erlös, der bei diesem Spiel eingenommen wird, kommt dem Projekt zugute.

Wer die Partie sehen will, zahlt fünf Euro Eintritt. „Wir haben eine Zuschauertribüne und viel Platz um das Feld herum“, sagt Vereinspräsident Gerd Möbius, „wir sind also auf viele Zuschauer vorbereitet.“

Ob es allerdings zum erhofften Ansturm kommt, muss abgewartet werden. Immerhin findet das Benefizspiel an einem Dienstag statt, also mitten in der Woche.

„Wir konnten den Termin aber nicht mehr großartig verlegen“, erklärt Gerd Möbius. „Zum einen, da die Saison für beide Mannschaften bereits begonnen hat. Zum anderen auch aufgrund der Jahreszeit. Eigentlich wollten wir um 18.30 Uhr mit dem Spiel anfangen, aufgrund der Tatsache, dass es im September wieder schneller dunkler wird, haben wir uns auf 18 Uhr geeinigt.“

Das Ergebnis ist Nebensache

Für den SV Germania Roßlau ist es ein absolutes Highlight, gegen den Regionalliga-Aufsteiger zu spielen. „Für jeden Spieler ist es eine Auszeichnung und jeder will sich so gut wie möglich präsentieren“, betont der Vereinspräsident.

Dass man aufgrund des Unterschieds von gleich fünf Ligen nicht mit einer Partie auf Augenhöhe rechnen kann, ist jedem klar. „Das Ergebnis ist auch Nebensache“, so Möbius.

Aber warum hat sich der SV Germania eigentlich den 1. FC Lok Leipzig ausgesucht und nicht ein Team aus Halle oder gar den TV Askania Bernburg, der einen kürzeren Anreiseweg gehabt hätte?

Der SV Germania Roßlau hat bereits über 22.000 Euro über seine Aktion, die Patenschaft über einen Stück des neuen Rasenplatzes zu übernehmen, eingenommen. Diese Aktion läuft auch weiterhin. Insgesamt muss der Verein 25.000 Euro an eigenen Mitteln für den neuen Kunstrasenplatz aufbringen. (mz/nc)

Informationen zu einer Platzpatenschaft gibt es auf der Internetseite www.germania08rosslau.de

Lok Leipzig als Zuschauermagnet

„Lok Leipzig ist eine Traditionsmannschaft“, erläutert Gerd Möbius. „Zu DDR-Zeiten waren sie eine der erfolgreichsten Mannschaften Ostdeutschlands und auch jetzt sind sie wieder gut dabei. Diese Mannschaft ist ein Zuschauermagnet.“

Der Kontakt zum 1. FC Lok Leipzig kam über die Firma ETL zustande, Hauptsponsor von Lok Leipzig und auch im Pool des SV Germania Roßlau. „So traten wir mit Heiko Scholz, dem Trainer des 1. FC Lok in Kontakt“, erklärt Möbius. Auf seiner Internetseite bedankt sich der Verein für die unkomplizierte Terminvereinbarung.

„Wir freuen uns umso mehr, dass der 1. FC Lok Leipzig nach unserer spontanen Anfrage nicht zögerte und einem kurzfristigen Benefizspiel sofort zusagte“, heißt es auf der Webseite. Der Verein hat zudem vermeldet, dass für das Projekt Kunstrasenplatz „weitere mündliche Zusagen über Spenden“ vorliegen sollen. (mz)