Sächsische Binnenhäfen Oberelbe

Stärkung für Schiene - Mutterfirma vom Hafen Roßlau erweitert Güterlinie nach Rumänien

Ein Güterzug wird zusammengestellt.
Ein Güterzug wird zusammengestellt. Foto: Peter Endig/dpa-Zentralbild/dpa

Dresden/Roßlau/DPA/SN - Im Dresdner Alberthafen ist am Mittwoch eine neue Güterzugverbindung nach Curtici in Rumänien in Betrieb genommen worden. Mit sogenannten Trailer-Zügen werden Lkw-Sattelauflieger in die sächsische Landeshauptstadt gebracht und von dort nach Rostock und anschließend weiter nach Skandinavien transportiert, wie die Sächsische Binnenhäfen Oberelbe GmbH (SBO) mitteilte. Damit sind den Angaben zufolge die südlichen Regionen Schwedens und Dänemarks direkt an Sachsen, Tschechien und Rumänien angebunden.

„Mehr Warenverkehr von der Straße auf die Schiene zu bekommen ist ein wichtiger Baustein der Verkehrs- und Klimawende“, sagte Staatssekretärin Ines Fröhlich (SPD). Bereits Anfang des Jahres war der Betrieb mit Trailerzügen zwischen Dresden und Rostock gestartet worden. Mit der Verbindung nach Curtici werden nun neun solcher Transporte pro Woche verwirklicht.

Der Alberthafen im Dresdner Stadtteil Friedrichstadt gehört zu den von der SBO betriebenen Häfen in Dresden, Riesa, Torgau, Mühlberg, Decin, Lovosice undRoßlau. Dort wurden im vergangenen Jahr insgesamt rund 2,64 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen. 2019 waren es gut drei Millionen Tonnen. Das Unternehmen erklärte den Rückgang auch mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie.