Hoch „Karl“ sorgt für Badewetter

Sonniger Spätsommer: Drei Dessauer Bäder gehen in die Verlängerung

Dessau - Einfach die Öffnungszeiten verlängern ist deshalb ein Kraftakt, den drei Dessau-Roßlauer Bäder geschafft haben

Erst war es „Johannes“, nun ist es „Karl“: Zwei Hochdruckgebiete sorgen Anfang September für einen Spätsommer mit Temperaturen von über 30 Grad - und bringen die Betreiber von Freibädern in die Bredouille. Traditionell schließen die Bäder Anfang September, gehen die Schwimmmeister in den verdienten Urlaub.

Einfach die Öffnungszeiten verlängern ist deshalb ein Kraftakt, den drei Dessau-Roßlauer Bäder geschafft haben: Das von der Stadt betriebene Freibad in Roßlau hat auch in dieser Woche von 9 bis 20 Uhr geöffnet. Auch beim Naturbad in Mosigkau ist Abkühlung möglich.

Von 14 bis 20 Uhr ist Baden hier noch möglich. Reagiert hat auch das Schwimmbad in Rodleben. Bis Donnerstag will es zumindest von 14 bis 18.30 Uhr öffnen. Bis Donnerstag? „Dann ist ein Wetterumschwung angesagt“, sagt Rodlebens Ortsbürgermeister Frank Rumpf - und hält sich eine Option offen, sollten die Meteorologen falsch liegen. „Sollte der Spätsommer anhalten, gibt es für das Wochenende einen Plan B.“

Die anderen Dessau-Roßlauer Freibäder haben schon abgebadet. In Großkühnau haben die Pächter selbst die Reißleine gezogen, nachdem die Stadt per Verordnung auf einen Schwimmmeister vor Ort gedrängt hat. Das Bad in Meinsdorf hat seinen Schwimmmeister schon in den Urlaub geschickt. Auch das Strandbad Adria hat seit Montag geschlossen.

Das Waldbad in Süd hatte vor zwei Wochen schon mit Niedrigwasser und der Wasserpest zu kämpfen - und wurde geschlossen. (mz/sb)