Maßnahme von 2011 war keine Sanierung

Reparaturen an der Fahrbahndecke auch auf der Dessauer Albrechtstraße

Von Sylke Kaufhold
Blick in die Dessauer Albrechtstraße
Blick in die Dessauer Albrechtstraße (Foto: Ruttke)

Dessau/MZ - Die Baustelle Albrechtsplatz hat Fahrt aufgenommen. Sperrung und Umleitungen sind sichtbares Zeichen für das Baugeschehen an der nördlichen Ausfahrtstraße.

Als Anwohner der Albrechtstraße wundert sich Dirk Werner allerdings über das erneute Baugeschehen dort. Es sei doch noch gar nicht so lange her, als die Straße saniert wurde, meint er. „Das ist alles prima gemacht worden, warum fängt man jetzt schon wieder an?“, fragt er. „Hätte man das nicht besser planen können?“

Letzte Arbeiten an der Albrechtstraße liegt zehn Jahre zurück

„Die Baumaßnahme, die der Leser in Erinnerung hat, wurde im Jahr 2011 umgesetzt, liegt also zehn Jahre zurück“, gibt Stadtsprecher Carsten Sauer die Information aus dem Tiefbauamt weiter. Dabei handelte es sich nicht um eine grundhafte Sanierung, sondern um Maßnahmen für die Lärmminderung.

Mit Fördermitteln des Bundes wurde zwischen Roßlauer Allee und Wolfgangstraße eine lärmmindernde Fahrbahndecke eingebaut. Das Geld durfte nur dafür ausgegeben werden. Das sei auch der Grund gewesen, warum die Rad- und Fußwege trotz ihres desolaten Zustandes nicht erneuert worden sind.

„Es wurden Eigenmittel der Stadt verwendet, um die Belastbarkeit des betreffenden Straßenabschnittes während der zurzeit laufenden Baumaßnahme zu gewährleisten“

In Vorbereitung des jetzigen Ausbaus des Albrechtsplatzes wurden laut Tiefbauamt im vorigen und in diesem Jahr im Rahmen des jährlichen Unterhalts Mittel aufgewendet, um nach zehn Jahren Reparaturarbeiten an der Fahrbahndecke der Albrechtstraße vorzunehmen, zumal hier der Umleitungsverkehr entlang führt.

„Es wurden Eigenmittel der Stadt verwendet, um die Belastbarkeit des betreffenden Straßenabschnittes während der zurzeit laufenden Baumaßnahme zu gewährleisten“, heißt es in der Erklärung des Tiefbauamtes. Die Vermutung, dass hier Fördergelder verschwendet würden oder schlecht geplant wurde, weist die Stadt deshalb zurück.