Ermittlungen nach Großfeuer in Dessau-Roßlau

Polizei hat noch keine heiße Spur nach Bränden am Rosenhof und am Schlachthof

Polizei untersucht Mehrfamilienhaus am Rosenhof nach Brandspuren. Was die Brandursache angeht, halten sich die Experten noch bedeckt.

Von Annette Gens
Nach dem Feuer an einem Wohnhaus  am Rosenhof sperrte die Polizei das Gelände ab.
Nach dem Feuer an einem Wohnhaus am Rosenhof sperrte die Polizei das Gelände ab. Foto: Th. Ruttke

Dessau-Rosslau/MZ - Die Polizei hat nach mehreren Bränden im Stadtgebiet, im Schlachthof Rodleben am 31. Mai und jüngst im Rosenhof Dessau, noch keine heiße Spur von möglichen Tätern. Was den Schlachthof betrifft, „so sind die Ermittlungen noch immer in vollem Gange“, erklärte Doreen Wendland, Sprecherin der Polizeiinspektion Dessau. „Konkrete Aussagen zur Entstehung des Brandes können bislang nicht getroffen werden.“ Die Brandursachenermittler hatten nach dem Großbrand im Mai Spuren gesichert, die im Landeskriminalamt ausgewertet werden sollen. Ob Ergebnisse vorliegen, ließ die Polizeiinspektion offen.

Das Feuer im Schlachthof war in der Nacht des 31. Mai ausgebrochen. Es ist der größte Brand, den die Feuerwehren der Stadt in ihrer Geschichte löschen mussten. Sämtliche Wehren der Stadt waren im Einsatz, darüber hinaus das Technische Hilfswerk und die Polizei, die Straßen absperrte und den Fahrzeugverkehr der nahen Bundesstraße umleitete. Der Schaden beläuft sich auf zehn Millionen Euro.

Was den Brand in einem Mehrfamilienhaus im Dessauer Rosenhof am vergangenen Samstag, 28. August, angeht, so konnte die Polizei den Brandort zwei Tage später untersuchen. Konkrete Aussagen zur Brandursache konnten bislang dennoch nicht getroffen werden. Das Feuer wütete im Dachgeschoss, das Haus hat Totalschaden. Eine Auswertung von vor Ort gesicherten Spuren steht laut Polizei noch aus. Dass womöglich ein technischer Defekt vorgelegen haben könnte, schließen die Ermittler aber aus. Denn das unbewohnte Gebäude war lange schon von der Stromversorgung abgeklemmt.