Meteorologie

Plötzlicher Anstieg: Vulkanausbruch im Südpazifik war auch in Dessau deutlich messbar

Von Heidi Thiemann 18.01.2022, 11:59
Mitarbeiter des Geologischen Dienstes von Tonga beobachten und überwachen den Ausbruch des Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai
Mitarbeiter des Geologischen Dienstes von Tonga beobachten und überwachen den Ausbruch des Vulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha'apai (Foto: picture alliance/dpa/ZUMA Press Wire)

Dessau/MZ - Die Bilder des gewaltigen Ausbruchs des Unterwasservulkans Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai im Südpazifik am Samstag gingen um die Welt. Und sogar in Dessau hat Hobbymeteorologe Dirk Lindner den Vulkanausbruch registriert. „Die Druckwelle des Vulkan-Ausbruchs konnte an Hand der Luftdruckveränderung auch bei uns nachgewiesen werden“, staunt Lindner. „Bei mir ist nach 20 Uhr ein Anstieg um etwa ein Hektopascal zu sehen.“

Aufmerksam gemacht, dass die Luftdruckwelle Deutschland erfasste, hatte Lindner ein Beitrag von Wetteronline, der sich mit der gigantischen Explosion des Unterwasservulkans im Südpazifik beschäftigte. Dort hieß es: „Anschließend ging eine Schockwelle um die ganze Welt, die auch bei uns messbar war.“ In zahlreichen Wetterstationen weltweit wurde ein plötzlicher Luftdruckanstieg aufgezeichnet, berichtet das Portal. Für Berlin wird ein Luftdruckanstieg innerhalb von 20 Minuten schlagartig um 0,8 auf 1028,2 Hektopascal angegeben.

Auch die Wetterstation von Dirk Lindner in Dessau-Süd hat Folgen des Vulkanausbruchs Hunga Tonga-Hunga Ha’apai im Südpazifik  registriert.
Auch die Wetterstation von Dirk Lindner in Dessau-Süd hat Folgen des Vulkanausbruchs Hunga Tonga-Hunga Ha’apai im Südpazifik registriert.
(Foto: Lindner)

Dirk Lindner sichtete seine Aufzeichnungen - und kommt zum gleichen Ergebnis. Auch in Dessau ist die Eruption von Hunga-Tonga-Hunga-Ha’apai nachweisbar. Doch nur die Geräte haben die Luftdruckveränderung hier „gespürt“. Tausende Kilometer weit weg, war die Eruption hier für Menschen weder spür- noch hörbar gewesen.