Neue Synagoge

Neue Synagoge: Jüdische Gemeinde Dessau bekommt von der Stadt 100.000 Euro

Dessau - Finanzierung des Neubaus noch unklar.

Von Lisa Garn

Für den Neubau einer Synagoge stellt die Stadt 100.000 Euro zur Verfügung. Das hat der Stadtrat in seiner Dezember-Sitzung mit einer Enthaltung mehrheitlich beschlossen. Der Zuschuss soll jeweils zur Hälfte in den Jahren 2018 und 2019 gezahlt werden - vorausgesetzt, die Finanzierung für das Vorhaben in der Kantorstraße steht.

Neubau ist rund und erinnert an eine Tora-Rolle

Die Jüdische Gemeinde zu Dessau hatte sich Anfang Dezember für einen Entwurf des Architekten Alfred Jacobi entschieden. Es handelt sich um einen runden Bau, der an eine Tora-Rolle erinnert. Ziel ist es, am 9. November 2018 den Grundstein zu legen.

2019 soll der Anbau an das bestehende Kantorhaus fertiggestellt sein - zum 25-jährigen Jubiläum der Neugründung der Jüdischen Gemeinde in Dessau.

Finanzierung ist noch nicht endgültig geklärt

Allerdings ist die Finanzierung noch nicht endgültig geklärt. Insgesamt 1,2 Millionen Euro soll der Bau kosten. Aus eigener Kraft schafft es die Gemeinde nicht. Rund 350.000 Euro stellen sie und der Zentralrat der Juden in Deutschland zur Verfügung. Oberbürgermeister Peter Kuras hatte angekündigt, mit dem Land über weitere Unterstützung zu sprechen.

Die Synagoge in Dessau war am 9. November 1938 zerstört worden. (mz)