Neue Gesichter für Schloßplatz

Neue Gesichter beim Schloßplatz-Verein Dessau: Kerstin Franz und Martin Förster nur noch in Reihe zwei

Dessau - Als sich Mitte Juni die Schloßplatz-Initiative zum Verein Schloßplatz Dessau mauserte, mag sich mancher über dessen Vorstand gewundert haben. Nicht Kerstin Franz und Martin Förster, die bisher als Sprachrohre der Initiative aufgetreten waren, stehen an der Spitze des neuen Vereins, sondern drei, die bisher eher im Hintergrund gewirkt hatten: Karsten Lange hat den Vorsitz übernommen, Astrid Gruschke und Thomas Bartel vertreten ...

Von Daniel Salpius

Als sich Mitte Juni die Schloßplatz-Initiative zum Verein Schloßplatz Dessau mauserte, mag sich mancher über dessen Vorstand gewundert haben. Nicht Kerstin Franz und Martin Förster, die bisher als Sprachrohre der Initiative aufgetreten waren, stehen an der Spitze des neuen Vereins, sondern drei, die bisher eher im Hintergrund gewirkt hatten: Karsten Lange hat den Vorsitz übernommen, Astrid Gruschke und Thomas Bartel vertreten ihn.

Die eigentlichen Gesichter der Schloßplatz-Bewegung treten damit in die zweite Reihe, aber warum? „Beide sind schon in mehreren Vereinen eingebunden“, erklärte Thomas Bartel gegenüber der MZ und ergänzte: „Eine Vorstandstätigkeit ist viel Arbeit, das spüren wir gerade.“ Man habe Förster und Franz aber auch von der Öffentlichkeit entlasten wollen. Beide seien stark angefeindet worden. „Sie sind aber trotzdem wichtige Säulen im Verein und arbeiten im Hintergrund intensiv weiter“, so Bartel.

14.000 Ja-Stimmen braucht es am 1. September, um das Vereinsziel zu erreichen

Vordergründig ist es nun aber an Lange, Gruschke und Bartel, für den Bürgerentscheid am 1. September die 14.000 Ja-Stimmen zu organisieren, die es braucht, um das Vereinsziel zu erreichen: historische Fassaden für den geplanten Hotelneubau am Schloßplatz 4 bis 5. Von Anfang hatte sich das Trio bei der Schloßplatz-Initiative engagiert, hatte Unterschriften für das Bürgerbegehren gesammelt, Gespräche geführt.

Dass sie dabei aus ihrer Sicht auf so viel Ablehnung seitens der Stadt gestoßen sind, verstehen sie bis heute nicht. „Wir sind Bürger, die Zeit und Nerven opfern, für eine positive Stadtentwicklung“, sagte Astrid Gruschke. Man habe gar kein Bürgerbegehren gewollt, sondern auf ein Entgegenkommen der Verwaltung gehofft.

Karsten Lange ist gelernter Elektromaschinenmonteur, hat zehn Jahre in der Bundeswehr gedient und betreibt eigenen Angaben zufolge mehrere Vodafone-Shops in Dessau. Astrid Gruschke ist Innenarchitektin und seit den 90er Jahren freiberuflich tätig, unter anderem für verschiedene Bekleidungsketten. Thomas Bartel war acht Jahre lang als Projektleiter im Bereich Infrastruktur bei der Deutschen Bahn tätig. (mz)