Sicherheitsmangel

Naturbad Großkühnau: Badebtrieb wird am Montag eingestellt

Großkühnau - Stadt leitet Verfahren wegen fehlenden Rettungsschwimmers gegen Badbetreiber ein.

Von Annette Gens

Im Naturbad Großkühnau wird am Montag der Badebetrieb eingestellt. Pächter Wolfgang Höll hat sich selbst zu diesem Schritt entschlossen, weil sein kleines Unternehmen aus finanziellen Gründen keinen Rettungsschwimmer vorhalten kann, das städtische Ordnungsamt genau dies aber immer wieder gefordert hat - und auch kontrollierte. Höll bestätigte, dass von der Stadt ein Verfahren gegen ihn eingeleitet wurde.

Die Stadt verteidigte ihr Vorgehen. Man habe den betreiber mehrfach auf den Mangel einer fehlenden Schwimmaufsicht hingewiesen.

Innerhalb einer Frist von mehreren Wochen wurde er aufgefordert, den Sicherheitsmangel zu beheben.  Das sei  innerhalb der anberaumten Frist von mehreren Wochen nicht geschehen.

Wird auch der Pachtvertrag gekündigt?

Gespräche über die Problematik mit der Stadtverwaltung hätten noch zu keinem Ergebnis geführt, bestätigte der Pächter, der die Verantwortung für das Baden aus zeitlichen Gründen nicht tragen kann. Ob nur der Badebetrieb eingestellt wird oder ob er den kompletten Pachtvertrag kündigt, sei noch nicht entschieden.

Höll hat seit 2000 einen Pachtvertrag mit der Stadt, in dem laut seinen Angaben die Frage des Bademeisters klar geregelt ist. Er muss einen solchen vorhalten, da es sich um eine öffentliche Badestelle handelt. In dieser Saison wurde kein Rettungsschwimmer gefunden, Höll könnte ihn nach eigenen Angaben aber auch nicht bezahlen.

Suche nach Lösung läuft

Inzwischen sucht die Politik nach einer Lösung. Großkühnaus Ortsbürgermeister Fred Kitzing hat sich mit der Wirtschaftsförderung der Stadt in Verbindung gesetzt. „Es muss eine Lösung geben“, sagte Kitzing. „Das Bad darf und wird nicht schließen.“ (mz)