Mordfall Yangjie Li

Mordfall Yangjie Li: CDU Dessau-Rosslau drängt Stiefvater des Verdächtigen zum Rückzug

Dessau-Rosslau - Der Stiefvater des Tatverdächtigen im Mordfall Yangjie Li lässt seine politischen Ämter bei der Dessau-Roßlauer CDU ruhen. Darauf hat sich am Montagabend der Kreisvorstand, wie es offiziell heißt, einvernehmlich geeinigt. So nehme Jörg S. keine Termine als Stadtrat, Fraktionsgeschäftsführer oder Beisitzer der CDU wahr.

Der Stiefvater des Tatverdächtigen im Mordfall Yangjie Li lässt seine politischen Ämter bei der Dessau-Roßlauer CDU ruhen. Darauf hat sich am Montagabend der Kreisvorstand, wie es offiziell heißt, einvernehmlich geeinigt.

So nehme Jörg S. keine Termine als Stadtrat, Fraktionsgeschäftsführer oder Beisitzer der CDU wahr, sagte die Kreisvorsitzende Christiane Nöthen. „Sollten sich neue Wendungen ergeben, müssen wir noch einmal beraten.“

Die Parteikollegen hatten sich empört darüber gezeigt, dass Jörg S. mit seiner Frau kurz nach der Trauerfeier für Yangjie Li ein Gartenlokal in Dessau eröffnet hatte.

Unterdessen warten die Ermittler auf mehrere Gutachten des Landeskriminalamtes. Die Ergebnisse sollen Aufschluss über weitere verwertbare Spuren am Tatort und an der Fundstelle der Leiche geben.

Obwohl die beiden Tatverdächtigen in Untersuchungshaft sitzen, brodelt in der Stadt die Gerüchteküche. Das Gedenken an die getötete chinesische Studentin rückt offensichtlich in den Hintergrund. Der Erinnerungsort selbst gibt ein schlechtes Bild ab. (mz)