Landesgartenschau

Landesgartenschau in Dessau: Bewerbung nimmt Gestalt an

Dessau - Am Konzept haben das beauftragte Landschaftsarchitekturbüro UKL Krüger aus Dresden und das Stadtplanungsamt in den letzten Wochen intensiv weiter gearbeitet und dabei auch Hinweise der Bürger aufgenommen.

13.06.2016, 13:49

Die Bewerbung der Stadt für die Landesgartenschau 2022 nimmt Gestalt an. Am Konzept haben das beauftragte Landschaftsarchitekturbüro UKL Krüger aus Dresden und das Stadtplanungsamt in den letzten Wochen intensiv weiter gearbeitet und dabei auch Hinweise der Bürger aufgenommen. So sind jetzt zum Beispiel auch die Kleingärten im Hochwassergebiet sowie die Neue Promenade an der Mulde Bestandteil. Das Areal der Gartenschau wurde also auf die Tiergartenseite der Mulde ausgedehnt.

Präzisierung der Schwerpunktprojekte

Weiter gearbeitet wurde an der Präzisierung der Schwerpunktprojekte innerhalb der Schau: Umgestaltung der Askanischen Straße zwischen Museum und Ludwigshafener Straße sowie Grüntunnel zur Absenkung der Mulduferrandstraße in Höhe der Mühleninsel.

Zentraler Ort wird auch der August-Bebel-Platz sein. Hier wird das Parken für die Zeit der Schau nicht möglich sein. Danach, erläutert Stadtplanungsamtsleiterin Christiane Jahn im Bauausschuss, werde der Platz umgestaltet und auf einem Teil der Fläche Parkplätze eingerichtet.

Präzisierung erst nach Zuschlag

Eine nochmalige Präzisierung der Ideen wird es im Zuge eines landschaftlich-städtebaulichen Wettbewerbs geben, der ausgelobt wird, wenn die Stadt den Zuschlag für die Gartenschau erhalten hat, machte Ulrich Krüger vom Büro UKL aufmerksam.

Konzeptionelle Überlegungen gibt es inzwischen auch zum Park-Konzept und Leitsystem. So soll es Großparkplätze an der Alten Landebahn sowie im Osten und Süden der Stadt geben, außerdem innerstädtische Parkmöglichkeiten.

Bald auch Werbetafeln?

Dessau-Roßlau ist nicht die einzige Bewerberstadt. Auch Ballenstedt, Blankenburg, Naumburg und ein Gemeindeverbund in der Börde bereiten sich vor. Die Harzstadt Blankenburg zeigt dafür im Stadtgebiet bereits Flagge und hat Werbetafeln für die Bewerbung aufgestellt. Eine gute Idee, findet FDP-Stadtrat Jost Melchior und fragt, ob auch Dessau so etwas vorhabe. „Bisher nicht“, verneinte Christiane Jahn, sicherte aber zu, dies zu prüfen. (mz/syk)