Künstler und Projekt

Künstler und Projekt: 23 Erinnerungstafeln in Dessau-Roßlau

Halle/MZ. - Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, an Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und "Euthanasie"-Opfer, indem er vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig einlässt. Inzwischen liegen Stolpersteine in über 300 Orten Deutschlands, ebenso in Österreich, Ungarn und in den Niederlanden. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier ...

Der Künstler Gunter Demnig erinnert an die Opfer der NS-Zeit, an Juden, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, Homosexuelle, Zeugen Jehovas und "Euthanasie"-Opfer, indem er vor ihrem letzten selbst gewählten Wohnort Gedenktafeln aus Messing in den Bürgersteig einlässt. Inzwischen liegen Stolpersteine in über 300 Orten Deutschlands, ebenso in Österreich, Ungarn und in den Niederlanden. "Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist", sagt Gunter Demnig. Mit den Steinen vor den Häusern wird die Erinnerung an die Menschen lebendig, die einst hier wohnten.

Am 24. August verlegt Gunter Demnig zum zweiten Mal in Dessau-Roßlau Stolpersteine, nachdem im vorigen Jahr die elf ersten Gedenksteine im Stadtgebiet in Gehwege eingelassen worden waren. Mit diesen wird erinnert an Hermann Steinbock, Minna Steinbock, geborene Lewkowitz, und Charlotte Steinbock in der Rabestraße 5, an Leister Korn und Margarete Korn, geborene Nüssenfeld, in der Poststraße 11, an Hermann Katz, Gitel Katz, geborene Goldmann, und Hella Katz in der Askanischen Straße 12, an Hugo Jacoby und Hans Heinen in der Franzstraße 162, an Erich Köckert in der Heidestraße 147 und an Emanuel Reisin in der Mörikestraße 12 im Ortsteil Roßlau.