Kochstedt

Kochstedt: Kühnauerin Luisa Enke wird neue Heidekönigin

dessau - Es ist ein Wochenende, das Luisa Enke sicher nicht so schnell vergessen wird. Das erste Mal war die 19-Jährige aus Großkühnau Besucherin des traditionellen Kochstedter Heidefestes und mit höchsten Ehren hat sie es verlassen. Enke ist die neue, nunmehr achte Heidekönigin. Gegen sechs Konkurrentinnen setzte sich die 19-Jährige am Samstagabend bei der Wahl zur neuen königlichen Repräsentantin des Vorortes im Dessauer Westen durch. „Die Entscheidung, mich zur Wahl zu stellen, war wirklich ganz spontan“, erzählt sie am Tag danach, kurz vor ihrer ersten offiziellen Amtshandlung: Pünktlich Schlag Zwölf verteilt sie Freibier an das durstige Partyvolk im Festzelt. Die Menschenmenge ist beachtlich, ebenso deren Durst. Die frisch gekürte Heidekönigin bewältigt ihre erste Amtshandlung mit einem souveränen ...

Von danny gitter

Es ist ein Wochenende, das Luisa Enke sicher nicht so schnell vergessen wird. Das erste Mal war die 19-Jährige aus Großkühnau Besucherin des traditionellen Kochstedter Heidefestes und mit höchsten Ehren hat sie es verlassen. Enke ist die neue, nunmehr achte Heidekönigin. Gegen sechs Konkurrentinnen setzte sich die 19-Jährige am Samstagabend bei der Wahl zur neuen königlichen Repräsentantin des Vorortes im Dessauer Westen durch. „Die Entscheidung, mich zur Wahl zu stellen, war wirklich ganz spontan“, erzählt sie am Tag danach, kurz vor ihrer ersten offiziellen Amtshandlung: Pünktlich Schlag Zwölf verteilt sie Freibier an das durstige Partyvolk im Festzelt. Die Menschenmenge ist beachtlich, ebenso deren Durst. Die frisch gekürte Heidekönigin bewältigt ihre erste Amtshandlung mit einem souveränen Lächeln.

Wenn sie nicht gerade ihren königlichen Amtsgeschäften nachgeht, arbeitet Enke als Bürokauffrau bei den Dessauer Stadtwerken, wo sie vor kurzem erst ihre Ausbildung erfolgreich beendet hat. In ihrer Freizeit trifft man die Großkühnauerin oft bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kochstedt. Bei einem Hochwassereinsatz vor zwei Jahren machte ein Kochstedter Kamerad die junge Frau auf das Ehrenamt bei der Feuerwehr neugierig. Seit einem Jahr ist sie offiziell dabei. Für sie als Kühnauerin ist es nicht ungewöhnlich Mitglied der Kochstedter Wehr zu sein. „Ich fühle mich gut integriert“, erzählt die Bürokauffrau. Fast jedes Fest im Ort hat sie dadurch im letzten Jahr kennen und schätzen gelernt. Nur das Heidefest fehlte noch. Das hat sie dieses Jahr nachgeholt.

Ein Jahr im Amt

Die Kameraden hätten „sie quasi“ zur Wahl der Heidekönigin „auf die Bühne geschubst“, erzählt Enke leicht schmunzelnd. Dann haben sie für ihre Kandidatin aber auch alles gegeben und ebenfalls den großen Rest des Publikums überzeugt, sie zur neuen Heidekönigin zu wählen. Ein Jahr lang wird sie jetzt mit Schärpe und Blumenkrone zu offiziellen Kochstedter Anlässen und Festen zugegen sein. „Ich freue mich auf alle Veranstaltungen und darauf Kochstedt noch besser kennenzulernen“, sagt die neue Heidekönigin.

Ihre Amtsvorgängerin, die siebte Heidekönigin Silvia Mädicke, macht ihr da Mut. „Ich habe durch dieses Amt viele nette Leute kennengelernt“, schwärmt die 33-jährige Mutter zweier Kinder, die vor zweieinhalb Jahren mit ihrer Familie nach Kochstedt gezogen ist. Vor allem kann sie jetzt konstatieren: „Kochstedt ist ein Ort mit freundlichen, offenen und interessierten Menschen.“ Vorher glaubte sie, dass die Bewohner hier lieber unter sich bleiben wollten. Manchmal wurde sie auf ihren Titel auch angesprochen und genoss das eine Jahr den „Promi-Status“. Diesen will Enke jetzt auch voll auskosten, bis zum nächsten Heidefest.

Von der diesjährigen, achten Auflage ist Thomas Kirchhof, der Vorsitzende des ausrichtenden Heimatvereins „Zuhause in Kochstedt“, vollends begeistert. Das Programm, die Besucherzahl mit rund 1 500, die Stimmung und das Wetter, es passte einfach alles“, freut er sich und weiß heute kaum, was man 2016 da noch besser machen könnte. (mz)