Corona

Impfausweise bei Dieben begehrt - Stadt meldet vermehrt Anrufe im Impfzentrum

Ein Impfausweis.
Ein Impfausweis. (Foto: Imago)

Dessau-Rosslau - In jüngster Zeit kommt es vermehrt zu Diebstählen von Impfausweisen. Das berichtete Martin Müller vom Amt für Katastrophenschutz, der für das Impfzentrum in der „Anhalt-Arena“ zuständig ist. Er rät deshalb: „Aufpassen!“

Wie Müller im Sozialausschuss erklärte, hätten sich mehrere Betroffene ans Impfzentrum gewandt, weil der gelbe Papierausweis abhanden gekommen ist. Oftmals wurde das nach einem Einkauf festgestellt. Im Zuge der Corona-Lockerungen wird der Ausweis für vollkommen immunisierte Menschen immer wichtiger. Das scheint Begehrlichkeiten zu wecken.

Insgesamt kommen die Impfungen im Impfzentrum gut voran, „auch wenn wir pro Tag locker 700 bis 800 Impfungen oder mehr schaffen würden. Der uns zugeteilte Impfstoff reicht aber nur für rund 500 am Tag“, berichtete Müller. Bislang seien rund 43.000 Dosen (Erst- und Zweitimpfungen) verimpft worden. Während im Mai und Juni der Schwerpunkt auf Zweitimpfungen lag, werden im Juli wieder mehr Erstimpfungen angeboten. Die Priorisierung, welche Bevölkerungsgruppen geimpft werden, ist weggefallen. Termine werden über die Hotline 116 117 vergeben bzw. im Internet veröffentlicht.

Positiv wertet Frank Lange, Leiter des Gesundheitsamtes, die jetzige Pandemielage. „Neue Fälle tendieren gegen Null. Voraussichtlich im Sommer werden wir keine aktiven Fälle mehr in der Stadt besitzen.“ Lange hofft mit der Durchimpfung der Bevölkerung und weiter einzuhaltenden Schutzmaßnahmen, dass im Herbst keine solche Erkrankungswelle wie im Vorjahr kommt. Dennoch würde sich das Gesundheitsamt auf alle Eventualitäten vorbereiten und im Sommer einen Drei-Stufen-Plan entwickeln, um Technik, Räumlichkeiten, Mitarbeiter sowie Hilfsangebote abrufbereit zu haben.