Handball-3. Liga

Handball-3. Liga : Spitzenreiter DRHV muss schon wieder nach Hannover

Dessau - Der Dessau-Roßlauer HV hat sich in den zurückliegenden Monaten eine exponierte Stellung erarbeitet. Das wird nicht nur deutlich, wenn man auf die Tabellen der vier Staffeln der 3. Handball-Liga guckt und sieht, dass der DRHV das einzige noch ungeschlagene Team in dieser Spielklasse in Deutschland ...

Von Tobias Grosse 01.11.2019, 16:13

Der Dessau-Roßlauer HV hat sich in den zurückliegenden Monaten eine exponierte Stellung erarbeitet. Das wird nicht nur deutlich, wenn man auf die Tabellen der vier Staffeln der 3. Handball-Liga guckt und sieht, dass der DRHV das einzige noch ungeschlagene Team in dieser Spielklasse in Deutschland ist.

Sondern vor allem auch, wenn man liest, wie die Gegner die Mannschaft von Cheftrainer Uwe Jungandreas bewerten. Aufgrund der 18:0 Punkte und der Tordifferenz von +69, schreibt Hannover-Burgwedel zum Beispiel: „Beeindruckende Zahlen einer beeindruckenden Mannschaft, die das Zeug dazu hat, direkt wieder in die 2. Bundesliga zurückzukehren.“

Spitzenreiter trifft am Sonnabend auf das Schlußlicht

Spitzenreiter gegen Schlusslicht. Wenn der DRHV am bevorstehenden Samstagabend bei den „Dataliners“ Hannover-Burgwedel gastiert, könnte die Ausgangslage nicht eindeutiger sein - zumindest auf dem Papier. Und

für Dessau-Roßlaus Cheftrainer Jungandreas auch nur dort. „Für jemanden, der nur auf die Tabelle schaut, ist es ganz klar: Erster gegen Letzter - da sollte es keine Fragen geben. Für mich stellt sich das natürlich nicht ganz so einfach dar“, sagt der Coach des Spitzenreiters.

Hannover-Burgwedel ist besser, als es der Tabellenplatz und die erst zwei Siege in zehn Spielen aussagen. Zumindest - wie bei der Ausgangslage - auf dem Papier. Die Mannschaft ist gespickt mit einigen höherklassig erfahrenen Spielern, allen voran den 2,08 Meter großen aber in die Jahre gekommenen Riesen Nenad Bilbija (Bundesliga mit Minden) - sie hat bisher jedoch enorme Probleme, das vorhandene Potenzial auf das Feld zu bekommen und gerät somit langsam aber sicher mit dem Rücken zur Wand.

Jungandreas hat den Gegner ausführlich analysiert

Jungandreas hatte diesmal ob des für Dessau-Roßlau spielfreien, letzten Wochenendes mehr Zeit als sonst, den Gegner zu analysieren. Der Trainerfuchs sagt über die Burgwedeler: „Ihr Problem war in den letzten Wochen, dass sie im Abschluss stark gesündigt haben. Das hat ihnen in den meisten Spielen das Genick gebrochen.“

Beim DRHV ist man sich sehr bewusst darüber, dass die Aufgabe in Hannover-Burgwedel ungemütlich werden kann. Im Spiel beim SV Anhalt Bernburg vor einer Woche haben die Niedersachsen zum Beispiel nie aufgegeben und einen zwischenzeitlichen Neun-Tore-Rückstand aufgeholt - um am Ende aber doch mit 31:33 zu verlieren. Auch deswegen wird der DRHV als klarer Favorit nach Burgwedelreisen. „Wir wissen, wenn wir unsere Leistung aus den letzten Spielen abrufen, dann werden wir das Feld als Sieger verlassen“, sagt Uwe Jungandreas. Der volle Fokus und die richtige Einstellung seien jedoch die Voraussetzung. „Wir nehmen das Spiel sehr ernst und bereiten uns intensiv darauf vor.“

Jungandreas warnt: „Auswärts kann alles passieren“

Dessau hat sich in seinen vier Auswärtsspielen stark präsentiert. Jungandreas weiß jedoch auch: „Auswärts kann immer alles passieren.“ Der Respekt ist da - gegenseitig. Doch bei Hannover-Burgwedel ist er vielleicht ein bisschen größer, denn dort findet man sogar, „dass Dessau-Roßlau keine Schwachstellen hat“.

››Anwurf im Schulzentrum Burgwedel ist Samstagabend, 19 Uhr.

(mz)