Handball-3. Liga

Handball-3. Liga : Deutlich, aber schmerzhaft - DRHV schafft vierten Sieg

Hannover - Am Ende wurde es übersichtlich im Dessau-Roßlauer Rückraum. „Drei einsatzbereite Spieler hatte ich noch über“, erzählte Uwe Jungandreas, schränkte seine Worte aber auch direkt noch einmal ein: „Wobei Daniel Zele immer noch Probleme ...

Von Tobias Grosse 16.09.2019, 09:19

Am Ende wurde es übersichtlich im Dessau-Roßlauer Rückraum. „Drei einsatzbereite Spieler hatte ich noch über“, erzählte Uwe Jungandreas, schränkte seine Worte aber auch direkt noch einmal ein: „Wobei Daniel Zele immer noch Probleme hatte.“

Für den DRHV war der klare Erfolg in Hannover ziemlich schmerzhaft

Handball-Drittligist DRHV hat am Samstagabend mit 33:24 beim HSV Hannover seinen vierten Sieg im vierten Saisonspiel gefeiert. Und die Kurzform der Partie lautet: Es war ein hochverdienter Erfolg, der dem einen oder anderen aber ziemlich wehgetan hat.

Timo Löser, der Jüngste in der Mannschaft: Raus nach einem Schlag an den Kopf. Max Scheithauer, der in den letzten Jahren Leidgeprüfte: Raus, weil er nach der langen Pause immer mal noch mit kleinen Problemen zu kämpfen hat. Und Lennart Gliese, der Linkshänder im Rückraum: Raus, weil er nach gut 45 Minuten bei einem Foul verletzt wurde.

Das Trio konnte die Schlussphase in Hannover nur noch von der Bank beobachten und sah, wie auf den drei Rückraum-Positionen zwei Spielgestalter, Vincent Sohmann und Slawomir Mlotek, sowie Daniel Zele spielten. Wobei Zele zuletzt selber mit seiner Schulter zu kämpfen hatte.

Jungandreas blickt mit Sorge auf die kommende Trainingswoche

Uwe Jungandreas wollte ob der Angeschlagenen am Tag nach dem klaren Sieg zwar nicht von Sorgen sprechen, der Umstand ärgerte den Coach aber - vor allem mit Blick auf die Woche. „Das sind Dinge, mit denen wir jetzt wieder zu tun haben“, sagte er mit Blick auf die Trainingseinheiten, in denen der eine oder andere wird kürzertreten müssen. „So können wir wieder nicht Sechs gegen Sechs trainieren. Von Sieben gegen Sechs ganz zu schweigen. Das kann uns auch mal auf die Füße fallen.“

Am Samstagabend beim HSV waren die Ausfälle zu kompensieren. Zum Ersten, weil sie spät passierten. Zum Zweiten, weil die Gäste mit ihrem schnellen Spiel nicht so sehr auf Schützen aus dem Rückraum angewiesen sind. Und zum Dritten, weil Dessau-Roßlau einfach richtig gut drauf war. „Es war ein dominanter Auftritt, so, wie ich mir das wünsche“, sagte Jungandreas.

Die Gäste starteten vor knapp 50 mitgereisten Fans stark in die Partie und führten nach zehn Minuten bereits mit 7:3. „Wir sind mit einer besseren Intensität ins Spiel gegangen als zuletzt gegen Hamburg“, lobte der Trainer, der vor allem die zuletzt in der Abwehr Schwachstellen ausgemacht hatte. „Defensiv waren wir diesmal besser als zuletzt. Wir haben auch Ballgewinne erzielt, was immer unser Ziel ist.“

Nur in der Phase bis zur 18. Minute ließ der DRHV etwas nach und Hannover kam wieder bis auf ein Tor heran (8:9). Für Uwe Jungandreas nichts, was ihm große Sorgen bereitete: „Damit muss man auswärts immer mal rechnen.“ Zumal sich Dessau-Roßlau ziemlich schnell wieder fing und sich in der körperbetonten Partie bis zur Pause wieder einen deutlichen Vorsprung herausspielte (18:13). „Die Partie wurde von uns weitaus souveräner geführt, als noch zuletzt“, sagte der zufriedene Coach am Sonntag.

Sonntag kommt Potsdam in die Anhalt-Arena nach Dessau

Der DRHV steht jetzt nach vier Spieltagen mit der perfekten Bilanz von vier Siegen in der dreiköpfigen Spitzengruppe der Staffel Nord/Ost. Am kommenden Sonntag gastiert der VfL Potsdam in der Anhalt-Arena. Timo Löser, Max Scheithauer und Lennart Gliese könnten dann wieder dabei sein. Die Vorbereitung auf die Partie könnte aber etwas beeinträchtigt sein.

DRHV: Ambrosius, Landgraf; Pavlicek (7/3), Löser, Hrstka (7), Hanisch (2), Sohmann (7/2), Bielzer, Schmidt (1), Mlotek (1), Gliese (3), Milkow, Zele (1), Zahradnicek (4), Scheithauer (mz)