Handball-2. Liga

Handball-2. Liga: DRHV-Trainer vor Auftakt in Dormagen: „Wir tappen ein bisschen im Dunkeln“

Dessau - Uwe Jungandreas hat in seinem 30. Jahr als Handball-Trainer in den letzten Monaten noch einmal einige Premieren erlebt. Nicht nur, dass die vergangene Saison abgebrochen wurde, auch die jetzt zu Ende gehende Vorbereitung war mit 13 Wochen so lang wie noch nie für den 58 Jahre alten Erfolgscoach des Zweitliga-Rückkehres Dessau-Roßlau. Tobias Große hat sich vor dem ersten Spiel der neuen Saison in Dormagen an diesem Freitagabend, 19.30 Uhr (live auf sportdeutschland.tv),  mit Jungandreas ...

02.10.2020, 08:02

Uwe Jungandreas hat in seinem 30. Jahr als Handball-Trainer in den letzten Monaten noch einmal einige Premieren erlebt. Nicht nur, dass die vergangene Saison abgebrochen wurde, auch die jetzt zu Ende gehende Vorbereitung war mit 13 Wochen so lang wie noch nie für den 58 Jahre alten Erfolgscoach des Zweitliga-Rückkehres Dessau-Roßlau. Tobias Große hat sich vor dem ersten Spiel der neuen Saison in Dormagen an diesem Freitagabend, 19.30 Uhr (live auf sportdeutschland.tv),  mit Jungandreas unterhalten.

Herr Jungandreas, wie fällt Ihr Fazit nach 13 Wochen Vorbereitungs aus?

Jungandreas: Die ersten Wochen waren sehr ordentlich, da haben wir athletische Grundlagen gelegt und die Dinge aufgearbeitet, die während der langen Pause liegengeblieben sind. Jetzt hinten heraus schlagen wir uns aber wieder mit Problemen herum, die wir über Jahre haben.

Welche wären das?

Wir haben nur eine gewisse Anzahl an Spielern. Und wenn zwei, drei angeschlagen sind, was immer passieren kann, können wir unser System nicht verfeinern, weil wir kaum noch Sechs-gegen-Sechs trainieren können. In den letzten 14 Tagen ist das Vorwärtsgehen ein bisschen ins Stocken gekommen.

Mit welchem Gefühl gehen Sie in die Saison? Auch mit Blick auf Corona und mögliche Absagen bei positiven Tests.

Wir wissen, dass wir damit leben müssen. Hauptsächlich freuen wir uns, dass es wieder los geht und das zum Teil auch Zuschauer zugelassen sind, das steht über allem. Was das Sportliche angeht, tappen wir ein bisschen im Dunkeln. Wir wissen, dass wir gut spielen können. Aber wir haben auch gesehen, wenn nicht alles passt, haben wir schon Problemchen.

Das große ist der Klassenerhalt. Was sind aus Ihrer Sicht die Knackpunkte, dass es damit klappt?

Ganz wichtig wird sein, dass wir über weite Strecken verletzungsfrei bleiben. Da geht es nicht nur um das Spiel. Wenn da mal einer ausfällt, kann man das immer kompensieren. Aber wenn man nicht immer mindestens zwölf Spieler im Training hat, dann wird es ganz schwierig. Gerade bei uns. Die vielen jungen Spieler brauchen das Training.

Und sportlich?

Die Grundlage wird immer eine starke Defensive sein. Wir hatten in der Vorbereitung auch Spiele, in denen das gut funktioniert hat. Wenn wir aber improvisieren mussten, kam ein bisschen Sand ins Getriebe. (mz)