Einweihung mit F13-Überflug

Einweihung mit F13-Überflug in Dessau: Ikarus-Denkmal erinnert an Flugpionier Hugo Junkers

Dessau - Hunderte Schaulustige kommen zur Einweihung. Vor 100 Jahren wurde in Dessau Fluggeschichte geschrieben.

Von Danny Gitter 25.06.2019, 14:44

Am Dienstagnachmittag ist das Junkers-Denkmal an der Dessauer Friedensbrücke offiziell eingeweiht worden. Es stellt Ikarus, den fliegenden Menschen, dar. Die Figur diente als Grundlage für das Logo der damaligen Junkerswerke, das 1924 von Friedrich Peter Drömmer, dem damaligen Leiter der Junkers-Werbeabteilung, entworfen wurde.

Über 100 Schaulustige verfolgten die Enthüllung, den mehrfachen Überflug des Junkers F 13-Nachbaus über das Denkmal und die Ansprachen des sachsen-anhaltischen Ministerpräsidenten Reiner Haseloff sowie des Dessau-Roßlauer Oberbürgermeisters Peter Kuras.

Vor genau 100 Jahren, am 25. Juni 1919, startete vom damaligen Flugplatz in Dessau-Alten das erste zivile Ganzmetallflugzeug der Welt, zu seinem Erstflug. „Das ist ein sehr wichtiger Tag für die Luftfahrtgeschichte“, so Haseloff. Die F 13 schuf die Grundlagen für den zivilen Flugverkehr.

Der Junkers F 13-Nachbau wird auch am Mittwoch noch über Dessau fliegen

Der Dessau-Roßlauer Oberbürgermeister Peter Kuras erinnerte daran, dass Junkers auch wesentlich zur Übersiedlung des Bauhauses aus Weimar nach Dessau beitrug und daher die Stadt in diesem Jahr mit dem Erstflug der F 13 und der Bauhaus-Gründung gleich zwei 100-jährige Jubiläen feiern kann.

Der Junkers F 13-Nachbau wird auch am Mittwoch noch bis zum Nachmittag Starts und Landungen vom Dessauer Flugplatz aus durchführen. Für Interessierte bestehen Möglichkeiten zur Besichtigung des Flugzeugs. Am Mittwoch, um 16 Uhr wird es zudem einen Überflug des Flussbads Rehsumpf geben. Es wird zu diesem Zeitpunkt offiziell wiedereröffnet. (mz)