Zusammenarbeit gelobt

Dessau-Roßlaus scheidender OB Kuras hat sich mit emotionaler Rede vom Stadtrat verabschiedet

Von Oliver Müller-Lorey
Dessau-Roßlaus scheidender OB, Peter Kuras
Dessau-Roßlaus scheidender OB, Peter Kuras (Screenshot: Stadtverwaltung)

Dessau-Roßlau - Der scheidende Oberbürgermeister Peter Kuras hat sich in der Stadtratssitzung am Mittwoch mit einer emotionalen Rede von den Abgeordneten verabschiedet. Für Kuras war es die letzte Stadtratssitzung als Oberbürgermeister. Es werde zwar noch eine Verabschiedung geben, „in dieser Runde kommen wir aber wahrscheinlich nicht mehr zusammen“, sagte er.

In den vergangenen Jahren habe man viele Projekte gemeinsam auf den Weg gebracht. Stadtratssitzungen seien für ihn immer etwas Besonderes. In ihnen äußerten sich die Grundprinzipien der Demokratie und kommunalen Selbstverwaltung.

„Streit ist gut. Von der Auseinandersetzung lebt die Demokratie.“

Kuras schilderte, wie er mehrfach von Bürgern darauf hingewiesen wurde, dass sich die Abgeordneten im Stadtrat sowieso nur streiten würden. „Ich sage dazu, Streit ist gut. Von der Auseinandersetzung lebt die Demokratie“, so der scheidende OB.

Der Stadtratsvorsitzende Frank Rumpf (CDU) bedankte sich im Namen des Stadtrates für die vertrauensvolle Zusammenarbeit. Die Abgeordneten schlossen sich der Aussage vergleichsweise kühl an und verabschiedeten Kuras nach sieben Jahren mit verhaltenem Klopfen auf die Tische.

Bezogen auf die anstehende Stichwahl gab sich Kuras unparteiisch und gratulierte beiden Kandidaten, Eiko Adamek (CDU) und Robert Reck (parteilos), zum Einzug in die Stichwahl. (mz)