Blick ins Grüne

Blick ins Grüne: Was passiert nach Abriss des Wohnblocks in der Wolfframsdorffstraße?

Dessau - In Dessau-Nord, unmittelbar neben der Regenbogenschule sind die Abrissbagger am Werk. Der dortige Wohnblock Wolfframsdorffstraße 27 bis 37 mit 60 Wohnungen wird zurückgebaut.

Von Sylke Kaufhold
Der Wohnblock in der Wolfframsdorffstraße ist nur noch eine leere Hülle. Er wird in den nächsten Tagen ganz verschwinden.

In Dessau-Nord, unmittelbar neben der Regenbogenschule sind die Abrissbagger am Werk. Der dortige Wohnblock Wolfframsdorffstraße 27 bis 37 mit 60 Wohnungen wird zurückgebaut.

Der Abriss erfolgt im Auftrag der Wohnungsgenossenschaft Dessau, die den Block im Frühjahr 2018 von der Dessauer Wohnungsbaugesellschaft gekauft hat. Schon damals stand fest, dass der Block abgerissen wird. Um langfristig etwas Neues zu bauen.

Mitte Oktober hatten die Entkernungsarbeiten begonnen, die Anfang November abgeschlossen waren. Seit dem 9. November läuft der Gebäuderückbau. Geplant ist dieser bis Februar 2021. Wie Nicky Meißner, Vorstandsvorsitzender der Wohnungsgenossenschaft der MZ mitteilte, soll das Gelände bis April beräumt sein und dann bis Ende Juni begrünt werden. Dann wird erstmal wieder Ruhe einkehren.

Geplant ist der Fokus auf zentrumsnahes Wohnen an der Mulde

Bis die Genossenschaft die Verwirklichung der langfristigen Pläne angeht. „Unser Ziel ist es, das besondere Quartier in direkter Nachbarschaft zur Mulde, zwischen dem Gründerzeitviertel Dessau-Nord und dem Zentrum gelegen, zu entwickeln“, erklärt Meißner die Pläne.

Bei einer zukünftigen Projektplanung - Zentrumsnahes Wohnen an der Mulde - stehe eine aufgelockerte Bebauung mit viel Licht im Mittelpunkt. Das Grün entlang des Friederikenplatzes werde in das Karree Wolfframsdorffstraße/Breite Straße aufgenommen.

Nicht nur dieser Block, sondern auch der über Eck stehende Wolfframsdorffstraße 17-25 wird abgerissen werden. Diesen Block hat die Wohnungsgenossenschaft als Eigentümerin bereits vor einigen Jahren leergezogen. Insgesamt fallen 100 Wohnungen mit einer Fläche von 6.100 Quadratmetern der Abrissbirne zum Opfer. „Wir haben dann die Chance einer kompletten Neugestaltung des Quartieres und die wollen wir angehen“, so Nicky Meißner.

Auf Interesse stoßen die Pläne der Wohnungsgenossenschaft schon jetzt

Auch wenn das noch Zukunftsmusik ist, auf Interesse stoßen die Pläne der Wohnungsgenossenschaft schon jetzt. Wie der Vorstandsvorsitzende erzählt, haben sie in diesen Tagen bereits die erste Bewerbung eines Mietinteressenten erhalten. Er schrieb, dass er dort groß geworden sei.

„Er hat die Abrissaktivitäten beobachtet und bewirbt sich konkret mit Ausstattungsdetails, Größe und Mietpreis in der Wolfframsdorffstraße um eine Wohnung“. Nicky Meißner macht aber darauf aufmerksam, dass sie diese zeitnahen Erwartungen etwas bremsen müssten. „Auf Grund der Vielzahl der Projektentwicklungen der Wohnungsgenossenschaft müssen sich die Interessenten in dem Quartier noch ein paar Jahre gedulden. Ein Beginn in den nächsten vier Jahren ist ausgeschlossen“, erklärt der Vorstandsvorsitzende. (mz)

Draufblick auf das Karree am Friederikenplatz