Bauhaus Dessau

Bauhaus Dessau: Triennale der Moderne geht in die zweite Runde

Dessau-Rosslau - Am Wochenende wird gezeigt, was Bauhaus auch heute noch bedeutet.

Von Danny Gitter 24.09.2016, 10:00

Drei Städte, drei Wochenenden, alle drei Jahre. Das ist der Dreiklang der Triennale der Moderne. 2013 gab die Veranstaltungsreihe, die auf dem Weg zum großen Bauhausjubiläum 2019 die Bauhausstädte Weimar, Dessau und Berlin besser vernetzen und weltweit Begeisterung für die Architektur der Moderne wecken will, ihr Debüt.

Triennale geht in die zweite Runde

An drei aufeinander folgenden Wochenenden wurden in Berlin, Weimar und Dessau das Bauhaus und seine architektonischen Errungenschaften mit diversen Veranstaltungen gefeiert.

Vom 23. September bis zum 9. Oktober geht die Triennale in die zweite Runde. Diesmal wird vom 23. bis 25. September der Auftakt in Dessau begangen. Denn schon vor dem großen Jubiläum 2019 hat die Stadt im Bezug auf das Bauhaus in diesem Jahr etwas zu feiern. Vor 90 Jahren wurde das Bauhausgebäude eröffnet. Das Ensemble aus Beton, Glas und Stahl versetzt noch heute Fans aus aller Welt in Verzückung.

„Mancher kriegt ja leuchtende Augen, wenn er nur das Wort ,Bauhaus’ hört“, konstatierte Monika Markgraf, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Bauhaus, auf einer Pressekonferenz im Vorfeld der diesjährigen Triennale der Moderne. Gerade für viele Dessauer ist das Bauhaus und die mit ihm verbundene Architektur selbstverständlich und sehr alltäglich.

Dessauer Architekturlehre ist fast überall

Die Meisterhäuser, die Bauhaussiedlung Törten und das historische Arbeitsamt am August-Bebel-Platz sind nur einige der weiteren Zeugnisse moderner Architektur. In vielen Städten, weltweit, wurde dieser Stil kopiert und ist zum Teil stadtbildprägend. Deshalb ist architektonisch gesehen Dessau fast überall, auch in den Niederlanden.

Auffallende Ähnlichkeit in der Architektursprache weisen zum Beispiel Rotterdam und Dessau aus. Die Van-Nelle-Fabrik dort, das Bauhausgebäude hier, die Villa Sonneveld und die Meisterhäuser, die Siedlungsbauten Kiefhoek und die Bauhaussiedlung in Törten, sie sind von verblüffender Ähnlichkeit. Wie Dessauer Architektur nach Rotterdam kam, kann in der Ausstellung „Simultanität der Moderne“ im Bauhausgebäude vom 23. September bis zum 6. Januar 2017 entdeckt werden.

Internationaler Besuch

Sie bildet zugleich den Auftakt für die diesjährige Triennale der Moderne. Am 23. September ab 17 Uhr werden Vertreter der Stiftung Bauhaus zusammen mit Sachsen-Anhalts Ministerpräsidenten Reiner Haseloff, Tom Maasen, dem Kulturattaché der niederländischen Botschaft in Berlin, und mit Hartwig Lüdtke, dem Vizepräsidenten der Deutschen Unesco-Kommission, die Ausstellung eröffnen.

Rund 30 weitere Veranstaltungen werden bis Sonntag folgen. „Mit sehr vielen Partnern haben die Stadt und die Stiftung Bauhaus ein schönes Format auf die Beine gestellt, um Architektur zu verstehen“, wirbt Steffen Kuras, der städtische Kulturamtsleiter, darum, dass möglichst viele Dessauer das ihnen so Selbstverständliche, die Architektur der Moderne, neu entdecken und lieben lernen.

Programmhefte sind in den Kultureinrichtungen der Stadt ausgelegt. Infos gibt es auch im Internet unter www.triennale-der-moderne.de. Außerdem wird es an allen drei Tagen einen Informationspunkt auf dem Dessauer Marktplatz geben. (mz)